Aufführungen
Sachen, Maschinen und Parteien gibts, für die werden einfach keine Theaterstücke geschrieben. Ausnahmen bestätigen die Regel: Der Regisseur Philippe Quesne hat der bislang sträflich im Hintergrund belassenen «Technik» ein höchst klangvolles «Pièce pour la technique du Schauspiel de Hanovre» geschrieben. Eine Amour fou zwischen Drehbühne und Schnürboden? Aufstieg und Fall der Nebelmaschine? Wir sind gespannt. Ebenso auf die von Viola Hasselberg und Jarg Pataki geschriebene und inszenierte «Erfolgsgeschichte» «Die Grünen» in deren Hochburg Freiburg.
Unbedingt verheißungsvoll: Herbert Fritschs Rückkehr an die Volksbühne mit dem Schwank «Die spanische Fliege» sowie Stefan Puchers Debüt am Deutschen Theater Berlin mit Stephen Belbers «Tape». Statt Uma Thurman und Ethan Hawke, die am Broadway die UA bestritten, prunkt das DT mit Nina Hoss und Felix Goeser. An der Volksbühne ruft René Pollesch seinen Fans zu: «Die Kunst war populärer, als ihr noch keine Künstler wart!», und Andreas Kriegenburg inszeniert am DT Kleists «Käthchen von Heilbronn». An den Münchner Kammerspielen metzelt Karin Henkel mit Shakespeares «Macbeth», und am Zürcher Neumarkt Theater verschweißt Milan Peschel Tschechow ...
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Theater heute Juni 2011
Rubrik: Service, Seite 56
von
Man kann sich das so vorstellen: In der Nacht von Sonntag auf Montag wird es eng auf
der A5. Baukolonnen aus dem Osten reisen an, um in der Frankfurter City die Patrizierhäuser wohlhabender Bürger zu sanieren. Ricki, Uli und Rudi zum Beispiel sollen die immobile Erbschaft eines jungen Wessis auf Vordermann bringen. Im Moment allerdings geht es nicht so recht voran....
Amsterdam 1972. Gerade erst wurde die Pille erfunden und der Mond bereist, junge Menschen sind im Schlamm von Woodstock zu Jimi-Hendrix-Klängen übereinander
hergefallen, und kein Mensch wundert sich ernsthaft darüber, dass Lea nun schon zum dritten Mal heiratet. Auch nicht darüber, dass ihre Exmänner Alexander und David ebenso zur Hochzeit eingeladen sind wie...
Wer gedacht hat, über Thomas Bernhard sei schon alles gesagt, wird sich wundern. In Sepp Dreissingers «Was reden die Leute» sind 58 Begegnungen mit Nachbarn, Freunden, Bekannten versammelt, die sich an den Schriftsteller, Dramatiker, Grundbesitzer und österreichischen Hassliebenden erinnern. Zum Beispiel der Maler Gerhard Weigl, der Bernhard Mitte der 60er Jahre...
