Das gestürzte Idol
Die zuhauf in Zellophan verpackten Blumensträußchen, mit denen das Ehepaar Tesman im seinem neuen Haus begrüßt wurde, erinnern an die Mitbringsel trauernder Massen, niedergelegt zum Gedenken an eine zu Tode gehetzte, sich müde getanzt habende Prinzessin oder an in den Pop-Himmel aufgefahrene Stars.
Ist vielleicht auch Hedda Gabler ein solch früh geendetes Idol, bewundert und verkannt von den Männern und Frauen ihrer Umgebung, ihren Regisseuren und Zuschauern?
Womöglich birgt dies die wesentliche Einsicht von Karin Neuhäusers Inszenierung am Schauspiel Köln: Sie stürzt das Idol und richtet eine Frau in ihrem unlebbaren Widerspruch auf. Nach dem Knall, mit dem sie sich aus dem Leben geschossen hat, ertönt ein offensives Lachen Heddas – sie tritt nach vorn, verbeugt sich und nimmt den Applaus ihrer Bewunderer entgegen. Nur eine Sch(l)uss-Pointe – oder nicht vielmehr Demonstration einer über den Tod hinaus friedlosen Untoten, deren Verächtlichkeit und Rachegefühl für eine Welt, in der sie und an der sie ihr eigenes Ungenügen nicht mehr erträgt, ihr keine Ruhe lässt?
Neuhäuser hat einen zugleich milden und geschärften Blick auf die Figuren. Die werden einem nicht sympathischer, aber ...
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Theater heute Januar 2015
Rubrik: Aufführungen, Seite 28
von Andreas Wilink
Stefanie Carp Sie leben und arbeiten seit langem in Frankreich. Vor acht Jahren übernahmen Sie die künstlerische Leitung des Athen- und Epidauros-Festival. Wie war es für Sie, nach Griechenland zurückzukommen?
Loukos Ich habe Frankreich nicht verlassen und leite weiterhin die Tanzkompanie in Lyon. Als ich den ersten Anruf aus Athen bekam, war ich grade in Los...
Ein beinahe gleißendes Himmelblau, vor dem das Gelb der Fresien umso sonniger leuchtet. Ein sattes Tiefgrün, vor dem sich das silbergraue Hundefell vorteilhaft abhebt. Ein kräftiges, laszives Pink. Ein schwarz-cremefarben gewürfeltes Blättermuster, das verwirrende 3D-Effekte hervorruft: In solchen Farben und Tapeten erstrahlen die Räume des fiktiven Preußens, das...
Aachen, Theater
8. nach Orwell, Farm der Tiere
R. Eike Hannemann
9. nach Keun/Maslowska, Urban Girls
R. Jenke Nordalm
10. nach Bulgakow,
Der Meister und Margarita
R. Bernadette Sonnenbichler
Aalen, Theater der Stadt
17. Büchner, Dantons Tod
R. Tonio Kleinknecht
31. Widmer, Biedermanns. Umgezogen (DE)
R. Tina Brüggemann
Altenburg/Gera, TPT
27. Weiss, Die Ermittlung
R. Nora...
