«Bitte ohne Schusswaffen reisen»
Allen Unkenrufen zum Trotz hängen keine Kokainpäckchen an den Zweigen des Waldes von Birnam, als der sich – Jürgen Gosch hat es in ein ebenso einfaches wie sinnfälliges Bild gefasst – auf das Schloss des finsteren Macbeth zubewegt. Was nicht heißt, dass Kolumbien das Drogen- und das Gewaltproblem bereits unter Kontrolle hätte, aber sagen wir es so: Man arbeitet daran. Kolumbien ist auf dem Weg in die Zivilisation, und wo immer man mit jungen Kolumbianern spricht, spürt man einen mit großer Herzlichkeit und viel Charme vorgebrachten Nationalstolz.
Diese Menschen sind es einfach leid, mit immer den gleichen Problemen in Zusammenhang gebracht zu werden, sie sind aufgeschlossen, interessiert an den Dingen dieser Welt, nicht nur den eigenen, und das gigantische Festival, das sie alle zwei Jahre feiern, ist dafür der beste Beleg.
50 Produktionen, 300 Vorstellungen
Ursprünglich nur ein Ableger des Festivals von Caracas, gilt das Ibero-amerikanische Theaterfestival von Bogotá inzwischen als das größte der Welt: Über 300 Vorstellungen sind an rund 20 Spielstätten in zweieinhalb Wochen zu sehen, weit mehr als 50 Produktionen aus allen Kontinenten; 10 Millionen US-Dollar kostet das Ganze, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Schauspielstudenten haben es gut. Sie werden oft schon beim zweiten Intendantenvorspiel oder Schauspielschultreffen aus dem dritten Ausbildungsjahr direkt ins Stadttheater weggecastet (für Schauspielstudenten machen Hochschulreform und Bachelor daher wirklich Sinn) – ein staatlich subventionierter Übergang in den Beruf. Nur der Fokus Regie hat sich bei den...
«Sie war nicht der Kumpeltyp», bestätigt auch Jaecki Schwarz, Gröllmanns Partner in diversen DEFA- und Nachwende-TV-Produktionen, bevor sein Kollege Hermann Beyer das Sujet in abstraktere Gefilde hebt: «Richtung Romy Schneider, würd’ ich denken.» Es ist dann an Michael Gwisdek, das Spektrum noch ein wenig zu erweitern: «Monroe, Deneuve – das war Jenny in der DDR.»...
Ka schlägt den Kragen hoch, denn es ist kalt in Kars, am Ostrand der Türkei. Das ist kein Ägäishoteldorf, das ist Anatolien. Es schneit in Kars. Und man hängt sich auf in Kars. Oder steckt den Kopf in den Gasherd. Reihenweise bringen sich unglückliche Töchter um. Außerdem stehen Wahlen an. Und dazu dieser Kopftuchstreit. Wer sein Haar verhüllt, wer sich kleidet,...
