Aufführungen
Eine Stadt hat Fieber. Die Stadt heißt Wittenberge, und vier Monate lang hat sich das Maxim Gorki Theater in Berlin in seinem Projekt «Über Leben im Umbruch» in Uraufführungen, Podiumsdiskussionen und Filmabenden mit dem Soziotop dieser schrumpfenden Stadt beschäftigt. «Fieber», das neue Stück der Mecklenburgerin Juliane Kann, bildet den Abschluss dieses Crossovers von Wissenschaft und Theater, Regie: Anna Bergmann. Preisträgerstücke am Rhein: Für die Jedermann-Groteske «Die Trägheit» erhielt Lukas Linder den Jury- und den Publikumspreis des Düsseldorfer Autorenlabors (2.
000 Euro und eine Uraufführung von Tina Lanik), für sein Biergarten-Drama «Die Kunst des Fallens» Christoph Nussbaumeder den Autorenpreis des KunstSalons im Schauspiel Köln (15.000 Euro und eine UA durch Katja Lauken). «leben lügen lagern» versammelt vier Gestalten in der Zwangsgemeinschaft eines feststeckenden Aufzugs, Claudia Tondl bekam dafür beim Wettbewerb «Text trifft Regie» den Preis für das beste Stück und die Mainzer Uraufführung von Luzius Heydrich. Simon Stephens braucht keinen Preis mehr, damit Matthias Fontheim ebenfalls in Mainz sein Musical «Marine Parade» mit der Musik von Mark Eitzel zur ...
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Von der menschlichen Seite betrachtet, ist so ein Mythenheld ja wenig sympathisch. Herakles’ Weg zum Ruhm ist mit Leichen gepflastert, sein Familienleben ein Desaster, seine Sozialkompetenz ungenügend. Am Ende stirbt dieses Egomonster einen qualvollen Tod. Damit beginnt die Trilogie von Armin Petras. Die drei Stücke («Herakles’ Tod», «Alkestis, mon Amour» und...
Bunte Farbkleckse vor der Hamburger Handelskammer signalisieren an diesem sonnigen Frühlingstag «Kultur». Für 220 Euro darf man durch das mit steinernem Stadtwappen, Füllhorn und Fruchtgebinden geschmückte Hauptportal treten und auf der Treppe zu Statuengott Merkur aufsteigen. Im repräsentativen Saal der ehemals Neuen Börse am Jungfernstieg findet das...
Wie sitzt man richtig? Irgendwie wenigstens ein bisschen anders als die anderen? Hektisch windet sich Ira auf ihrem Klappstuhl auf der Suche nach der richtigen falschen Positur, angemessen nonkonform. Ein aussichtsloses Unterfangen, dem sie auch ihre Stimme unterwirft: hoch oder doch lieber tiefergelegt? Prononcierte Endungen oder cooles Verschleifen? Oder doch...
