Kulturpolitik: Rettet die Millionen!
Bisher galt die Schweiz als Insel der Kulturglückseligen. Mit Basel als sicherem Grenzhafen. Theatermacher, die hier andocken wollen, auch aus dem Ausland, müssen in erster Linie Qualität beweisen, und nicht so sehr ihre private finanzielle Leidensfähigkeit. Zumindest ist das in den letzten zwei Jahrzehnten so gewesen.
Seit wenigen Wochen wissen plötzlich auch die Basler, was gewisse Klientelpolitiker unter Kulturkahlschlag verstehen. Quasi über Nacht reifte im Nachbarkanton Baselland die Absicht, die Subventionen an die städtische Kultur massiv zu kürzen, am liebsten zu halbieren.
Seither ist nichts mehr sicher auf der Wohlstandsinsel. Es geht um weit mehr als um die Portokasse von 15 freien Bühnen, Orchestern und Musikschuppen. Es geht um rund fünf Millionen Franken jährlich. Um die Zukunft so renommierter Institutionen wie das Junge Theater Basel oder die Kaserne Basel. Um einen kulturellen Standortvorteil, den eine Life-Sciences-Region, die im Rennen um die besten Forscher und Manager mit Städten wie Boston konkurrieren will, verspielen sollte. Und es geht um die friedliche Koexistenz von Stadt und Land, von Bildungsbürgern und Obstbauern. Die ist in Basel mit einem Mal ...
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Theater heute Dezember 2015
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Stephan Reuter
Bamberg,
ETA-Hoffmann-Theater
4. Kotzebue, Krähwinkel
R. Isabel Osthues
Basel, Theater
11. Sophokles,
Nirgends in Friede. Antigone
R. Felicitas Brucker
17. Labiche, Das Sparschwein
R. Martin Laberenz
31. Payne, Konstellationen
R. Ramin Gray
Berlin, Berliner Ensemble
17. Tschechow, Drei Schwestern
R. Leander Haußmann
Berlin, Deutsches Theater
4. Ibsen/Petras, Nora
R. Stefan Pucher
...
Schon toll, so ein Leben als blonde und blauäugige Königin des Basars: Alexandra (Veronika Bachfischer), deutsche Frau eines Juden in Tel Aviv, schwärmt davon, wie die Händler sie dort hofiert haben. Dann aber ist das Leben in Israel plötzlich nicht mehr so toll: Alexandra wird schwanger und stellt fest, dass ihre Schwiegermutter (Hadas Kalderon) auf der...
«Pop ist tot», proklamierte Bernadette La Hengsts Diskursrockband Die Braut haut ins Auge 1998, «die Leiche ist noch warm und das Messer rot.» Worauf sich die Band folgerichtig auflöste; La Hengst zog von Hamburg nach Berlin und startete nicht ohne Erfolg eine zweite Karriere als Theaterregisseurin. Der Pop also ist Geschichte (obwohl La Hengst bis heute Musik...
