Spiel mit dem Feuer

Auf den Olymp in 24 Stunden: Der belgische Künstler, Autor und Regisseur Jan Fabre will mit dreißig PerformerInnen dem «Kult der Tragödie» huldigen. Ein Probenbesuch in der Troubleyn-Factory in Antwerpen.

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Für einen Ort, an dem ein Theater der Superlative entsteht, sieht die Pastorijstraat 23 eher unscheinbar aus. Das Probenzentrum von Jan Fabres Performance-Truppe Troubleyn, benannt nach dem Mädchennamen seiner Mutter Helena, befindet sich im ehemaligen Antwerpener Arbeiterviertel nordöstlich des Hauptbahnhofs. Fabre ist hier um die Ecke aufge­wachsen, als Sohn des städtischen Gärtners Edmond Fabre. Eine traditionell eher raue Gegend, heute von türkischen Bäckern, afrikanischen Barbieren und arabischen Handy­shops geprägt; die Gentrifizierung steckt noch in den Kinderschuhen.

Die Troubleyn-Factory verbirgt sich hinter einer unauffälligen Metalltür. Durch Betonelemente und Glaswände verbindet sie ein altes katholisches Stadtteiltheater mit einer ehemaligen Schule: Die Stadt Antwerpen hat beides ihrem wahrscheinlich prominentesten Künstler für 30 Jahre und zur freien Gestaltung zur Verfügung gestellt.  

Seit knapp einem Jahr bereiten sich Jan Fabre und seine Truppe hier auf «Mount Olympus. To glorify the cult of tragedy. A 24 hours performance» vor, eine globale Koproduktion der Concertgebouw Brugge, von Julidans Amsterdam, Romaeuropa, dem Festival Internacional de Teatro Buenos Aires ...

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Theater heute Juni 2015
Rubrik: Akteure, Seite 36
von Eva Behrendt

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