Dresden: Lokal anschlussfähige Problemhäufung

Árpád Schilling/Mátyás Dunajcsik «Elbfuge» (U)

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Die forsche junge PR-Managerin Lia (Gina Calinoiu) hat einen harten Job. Sie will dem Komponisten und Dirigenten Martin Mulde (Moritz Dürr) die nötige Öffentlichkeitsfitness antrainieren, damit der als Galionsfigur und künftiger Chef eines neu zu errichtenden Konzerthauses reüssieren kann. Statt allerdings aufrichtig zu verzweifeln am betagten Künstlergenie, dessen Kulturverständnis solide im 19.

Jahrhundert verankert ist und das auch schon minimale Symptome des Altersstarrsinns aufweist, entwickelt Lia empathisches Verständnis: «Ich glaube an diesen Menschen, weil er kämpft», ruft sie ihrem Chef und Lebenspartner Felix (Thomas Eisen) entrüstet zu, als der moralische Skrupel erkennen lässt.

Die sind durchaus angebracht. Denn wie sich bald herausstellt, ist Herr Mulde auch noch ein schnöder Plagiator, dessen Vorzeige-Alterswerk, die titelgebende «Elbfuge», in Wahrheit von seiner ehemaligen, früh verstorbenen Schülerin Sophie Kamnitz stammt. Deren Geist erscheint in Gestalt von Ursula Hobmair alsbald auf der Bühne und schleicht der Fighterin Lia wechselweise als schlechtes Gewissen und Empowerment-Alter-Ego in Jeans und T-Shirt nach.

Überhaupt ist ziemlich viel los in der ...

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Theater heute Oktober 2019
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Christine Wahl

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