Bedrohung im Hinterzimmer
Leise soll das Publikum sein, sich nicht mehr unterhalten, sobald es die große Halle im Zürcher Schiffbau betreten hat. Helfer an der Tür schleusen immer nur zwei oder drei Besucher gleichzeitig durch einen kleinen Zwischenraum ins Theater. Hinter den Pforten liegt, doppelt abgeschirmt, ein fremder, geheimnisvoller Ort, der seine Regeln zunächst nicht preisgibt. Ein riesiges Meer von Tischen empfängt die Zuschauer, die sich frei im Raum bewegen dürfen.
An den Seiten des Raumes befinden sich schmale schräge Sitzbänkchen, an die man sich, vom Umherwandern müde geworden, zumindest zeitweise anlehnen kann. Einige Tische sind aufgestellt und ragen wie kleine Grabsteine über das Feld von Platten in die Höhe, das an einigen Stellen durchbrochen ist. Zwischen den Tischbeinen schlängeln und winden sich einzelne Tänzer der Forsythe Company hindurch über den Boden, um plötzlich wie der Teufel aus der Kiste aus der Versenkung in den Löchern aufzutauchen. Merkwürdige Töne und Laute geben sie von sich, während sie mit extremen Verbiegungen ihrer Gliedmaßen und des Rumpfes in einer Art Totentanz über den Gräbern zu tanzen beginnen.
«Heterotopia» hat der Choreograf William Forsythe seine ...
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