Stofftier forever
Wenn man den Punk immer nur so aus geschützten Zuschauerrängen mitbekommen hat oder in den Disconächten besetzter Häuser oder als Erster-Mai-Demonstrations-Touristin in Kreuzberg, fragt man sich ja schon ab und zu ein bisschen, worin denn da wirklich der Reiz besteht. Auch der intellektuelle. Ob sich im Punk Debatten nicht einfach Luft machen oder irgendwann in einen biergetränkten Karneval auflösen.
Ob die Essenz des Punks am Ende nicht einfach in einer Explosion von nicht ganz zielgerichtetem Rebellentum im hypertrophierten Kinderspiel besteht.
Ob sich die Kissenschlacht aus dem Kinderzimmer ins spätere Steineschmeißen hinein verlängert hat. Ob Pippi Langstrumpf, die Rote Zora und all die andern vom Karren der Konventionalität gefallenen Mädchen und Buben gerade deshalb auf ewig an den Schlafzimmer- und Klowänden nostalgischer Altpunks hängen. Und ob man mit Punk überhaupt halbwegs in Würde altern kann, wenn man nicht gerade Vivienne Westwood heißt. Andererseits gibt es derzeit eine wachsende Bewegung angeblich Erwachsener, die tagein, tagaus mit ihren Stofftieren reden, und da hat der Traum vom ewigen Kindsein und vom in die Jahre verschleppten Peter-Pan-Tum dann doch ...
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