Festhalten unmöglich

Justine del Cortes «Der Alptraum vom Glück»

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Ich träumte, dass mir ein Mann mit einer Brille erschien und zu mir sagte: ‹Nicht im Möglichen schweben, sondern das Wirkliche tapfer ergreifen! In der Tat liegt die Freiheit.›» Aus dieser geträumten Forderung entfaltet Justine del Corte in ihrem «Alptraum vom Glück» ein Pa­noptikum von Geschichten und Geschichtensplittern, die sich ineinander verweben und sich ab und zu von Ferne berühren. In vielen Sprachen sagt ihr Traum «nein» zur Wirklichkeit. Ihre Frauen-Gestalten, allesamt im schwebend Möglichen, ringen um die Freiheit der Tat und um die Identität mit sich selbst.


 

Ausgehend von Alltagsbeobachtungen fantasiert del Corte ihre Skurril-Verzweifelten oder Märchenhaft-Verrückten auf der Suche nach dem Eigentlichen weiter in ein skurriles Gegenleben. Wir begegnen einer Frau, die, von der Wut auf die Banalität ihres Alltags gebeutelt, gegen die Erstarrung im Realen anbrüllt und eine hilflose Privatanarchie erträumt. Oder einer Supermarktbelegschaft, die in der Frühstückspause um letzte Gewissheiten ringt und dabei über die erlösende Kraft von Glauben und Sex streitet. 
 

Von den kurzen, zerbrechlichen Momenten des Bei-sich-Seins berichten sie, von Aus- und Aufbruchsfantasien und von ...

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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 150
von Holger Weimar

Vergriffen
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