Französisch für Anfänger
Ein fenster- und türenloses kleines Bretterhaus, ein himmelblauer Wolkenhorizont und viele bunte Lichtstimmungen – mehr braucht Herbert Fritsch nicht für Molières «Schule der Frauen». Dazu die grotesk übersteuerten Rokoko-Kostüme von Victoria Behr, fertig ist der fast vollständig realitätsentlastete Raum, um sich dem Stück ohne genauere historische, literarische, soziale, gesellschaftliche, gar gesellschaftskritische Zusammenhänge zu nähern. Man wird Fritsch ohnehin nicht vorwerfen können, dass er sich für derlei Dinge übertrieben interessiert, höchstens auf einigen Umwegen.
Fritsch interessiert sich stattdessen für Angriffsflächen der Komik, und dafür ist Molière eine interessante Kletterstange. Vor allem interessant, wenn der Komiker an ihr abgleitet. Und warum.
Molières «Schule der Frauen» erzählt eine simple Geschichte: Ein reicher, geiler, älterer Herr will heiraten, hat aber Angst, von der Zukünftigen betrogen zu werden. Also erzieht er sich ein halbes Kind in Kloster und Hauswirtschaftslehre, damit sie gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt. Die holde Agnes verliebt sich allerdings in einen anderen und entpuppt sich außerdem als vielleicht naiv, aber ziemlich intelligent. ...
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Theater heute Juni 2014
Rubrik: Aufführungen, Seite 12
von Franz Wille
Filmtitle: Weekend
Scene: 1 Take: 4
INTIMITÄT UND SPRACHE
Aleks spielt Russell, Thomas spielt Glen
Russell Was soll ich denn sagen?
Glen Was du willst, sprich über letzte Nacht. Was passiert ist, was passieren sollte, wie du willst.
Russell Warum?
Glen Einfach so.
Russell Das ist für ein Kunstprojekt?
Glen Ja.
Russell Und du stehst einfach nur da und nimmst auf, was ich...
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