Dem Tod ins Auge getrunken
Ein Drei-Minuten-Auftritt nur: Bernhard Minetti 1989 im Berliner Schiller-Theater als abgründig versoffener Mörder und langjähriger Todeskandidat Bernardin in Niels-Peter Rudolphs Inszenierung von Shakespeares «Maß für Maß»: nacktfüßig und -armig, verbockten, verknautschten, listigen Gesichts mit roter Säufernase, so begegnet er der Zumutung, sich nun endlich hinrichten zu lassen mit der hell, heiter und hart gebellten Abweisung: «Du Schuft, ich habe die ganze Nacht gesoffen. Es passt mir heute nicht.
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Das Foto von Klaus Sange findet sich in der voluminösen, von Klaus Völker überlegt komponierten Bildbiographie «Bernhard Minetti – Meine Existenz ist mein Theaterleben», herausgegeben von der Stiftung Archiv Akademie der Künste im Propyläen Verlag, 288 Seiten, über 300 Fotos und mit einem vollständigen Rollenverzeichnis – begleitend zur Ausstellung «Bernhard Minetti» im Liebermann-Haus am Brandenburger Tor, 16.1.–13.3.2005
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