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Lokale Marktwirtschaft- Kohle satt! Oberhausen bekommt für zwei Wochen eine eigene Währung: ein Stadtprojekt der geheimagentur

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Von den zwanzig Kohle-Geldscheinen, auf denen das Konterfei von Oberhausens berühmtestem Kulturschaffenden Christoph Schlingensief abgedruckt ist, kann man sich einen ziemlich netten Tag in Oberhausen machen. Der könnte so aussehen: Als erstes holt man sich eine Nussecke im Café Bauer, besucht sodann die aktuelle Ausstellung der Ludwiggalerie, nimmt an einer Führung im Filmpalast Lichtburg und gleich noch im Gasometer teil, lässt sich die Augenbrauen zupfen und hat im Anschluss noch genug Kohle, um das Kohlenpott-Menü mit Getränk und Kaffee im «Gleis 51» zu verspeisen.

Man könnte für die Kohle allerdings auch vier­zehn Tage ins Fitnesstudio oder zum Yoga, eine Vorstellung des Theaters Oberhausen oder den Aquapark besuchen, sich eine Schulter-Nacken-Massage gönnen, sein Antlitz fotografieren und frisieren lassen oder ein feines Schwarzwildgulasch im Restaurant Frintrop genießen.

Die für zwei Wochen vom Theater Oberhausen und der Hamburger Performancegruppe
geheimagentur eingeführte regionale Kohle-Währung verführt zu Streifzügen und Geschäfts­erkundungen, auf die man in einer der finanz­iell gebeuteltsten Städte des Ruhrgebiets nicht unbedingt von alleine gekommen wäre. Vielleicht ...

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Theater heute Mai 2012
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Natalie Bloch

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