Globale Fortbewegung

Im Zwischen der Räume und Zeiten: Neue Stücke von Enis Maci, Konstantin Küspert und Thomas Köck in Wien, Frankfurt und Leipzig

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Vierrädrige Blechkisten mit Eigen­antrieb durch Verbrennungsmotor – sogenannte Autos – sind nicht nur mobile Freiheitsversprechen, Dreckschleudern, Statussymbole oder gar Anlässe zur Freude am Fahren. Das immer noch erfolgreiche Fortbewegungsmittel erweist sich auch als äußerst vielseitige Erzählhilfe, mit der sich einiges zusammenfügen lässt, was am tatsächlichen oder imaginären Wegrand liegt. Vor allem, wenn man dazu noch das Autoradio anschaltet und der Sendersuchlauf anspringt. 

Enis Maci nutzt das Auto in ihrem neuen Stück (nach «Mitwisser», s.

TH 6/18) für eine weit verlinkte Stoffsammlung zu den Themen Gastarbeitergeschichte, Migration, Terror, Exklusion, Generationenverhältnis und Zeit. Auch der Verrat hat einen Erwähnungsauftritt in Hans Magnus Enzensbergers Deutung als Herrschaftskritik. Das Rückgrat der Autowerkstatt ist die alte «Europastraße 5» von Süddeutschland Richtung Südost nach Österreich, Slowenien, Kroatien und weiter bis Athen oder Istanbul, auf der seit den Sechzigern die «Gastarbeiter» des Wirtschaftswunders rollten und deren Topografie später die Migranten aus Syrien und Afrika folgten. Ein Paar macht sich von Deutschland aus auf den Weg in die Heimat ...

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Theater heute März 2019
Rubrik: Aufführungen, Seite 12
von Franz Wille

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