Die Höhepunkte des Jahres
40 Kritiker sind kurz vor Saisonschluss noch einmal in sich gegangen, haben die theatertollen Köpfe durchlüftet und sich nach langem, qualvollen Ringen für ihre Höhepunkte des Jahres entschieden. Ihre Wahl ist wie immer einseitig, ungerecht, egozentrisch – und völlig unfehlbar.
Auf den folgenden Seiten die funkelnden Spitzen der deutschsprachigen Theaterwelt, einschließlich der unverfrorensten Ärgernisse: der Gipfel des Eisbergs!
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Irgendwann in der vergangenen Spielzeit widmete sich René Pollesch dem letzten Tabu des deutschen Theaters. Es ging wieder mal um käufliche Gefühle und darum, dass Theater auch nur eine Ware ist. Denkbar brutal und mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit gab der Regisseur dem Publikum im Berliner Prater zu verstehen, dass es bei der Inszenierung «Tod eines...
Was wollen Theaterleute, die zum ersten Mal Intendant werden – und zwar gleich an großen Häusern? Die Regisseurin Karin Beier startet im Herbst am Schauspiel Köln, zwei Jahre später wird der Wiener Chefdramaturg Joachim Lux das Hamburger Thalia Theater entern und sein Berliner DT-Kollege Oliver Reese das Schauspiel Frankfurt.
Ein Gespräch über die Situation der...
Das ist das? Ist dick, rollt, wackelt und wippt, tanzt plötzlich zierlich und graziös? Das ist der Bruder von den drei Schwestern.
Was ist das? Hängt kopfüber in fünf Seilen und schaukelt und ist schwarz? Die Töchter von Bernarda Alba.
Wie kann das sein? Ein grünes Kleid, das blutet, das Blut auswäscht, bis es hautfarben am Körper klebt, aussieht wie nackt?
Wer...
