Mentale Landschaften

«Inland Empire», der neue Film von David Lynch, macht auch Analytiker zu Paranoikern

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Das Inland Empire ist ein Landstrich in Kalifornien, zwischen Palm Springs im Osten, San Diego County im Süden sowie Los Angeles und Orange County im Westen. Es ist an allen Seiten von Hügeln und Bergen umgeben, und bildet so ein «introvertiertes» Territorium, dessen Bewohner sich aber eine Menge darauf zugutehalten, dass sie in 45 Minuten am Meer und in 45 Minuten in ei­nem Skigebiet sein können. Woher das Inland Empire seinen Namen hat, ist nicht vollständig zu klären.

Die privile­gier­te Binnenlage, auf die er anspielt, wird in David Lynchs gleichnamigem Film auf jeden Fall gründlich dekonstruiert.

Das Inland Empire, von dem Lynch erzählt, ist eine mentale Landschaft in dem Sinn, in dem schon die Ortschaft Twin Peaks weit außerhalb der alltäglichen amerikanischen Realitäten lag. Die naheliegenden Konnotationen zu einem «inneren Reich» der Seele reizt Lynch so weit aus, wie seit der Fernseh­serie nicht mehr. Das Publikum gerät dabei notwendig in einen Widerspruch: Soll es sich dem Bewusstseinsstrom der Erzählung passiv überlassen, oder soll es sich dagegen als interpretierende Instanz in Stellung bringen?
 

Filme im Film

Die Filme von David Lynch bieten überreiches Material sowohl ...

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Theater heute April 2007
Rubrik: Medien/TV, Seite 63
von Bert Rebhandl

Vergriffen
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