Bonn: Kunstkampflust
Künstlerpaare regen die Fantasie an. Besonders mythenumflort ist die Beziehung zwischen Camille Claudel und Auguste Rodin, denn sie kündet von Leidenschaft und Tragik zugleich. Besessen von der Bildhauerei, stachelten sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen an und revolutionierten das Kunstverständnis ihrer Zeit. Bekanntlich ging die Geschichte nur für ihn gut aus: Nach der Trennung von Rodin schuf Claudel zwar großartige Kunstwerke, starb jedoch vergessen und verarmt in der Irrenanstalt, er hingegen wurde als ruhmreicher Künstler bereits zu Lebzeiten gefeiert.
Zu den zahlreichen filmischen und literarischen Bearbeitungen dieses Stoffes gesellt sich nun eine dramatische. In einem verschlungenen Sprachspiel verhandelt Anja Hilling chronologisch die Liebes- und Leidensgeschichte der beiden Ausnahmetalente: Von der ersten Begegnung der neunzehnjährigen Claudel mit dem über zwanzig Jahre älteren Rodin in seinem Atelier, über die intensiven gemeinsamen Schaffensphasen bis hin zu Claudels letzten Jahren in der Anstalt. Dabei identifiziert sich Hilling eindeutig mit Claudel und befragt über sie auch die Position der Künstlerin in der heutigen Zeit. Ein Brückenschlag, der ...
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Theater heute Dezember 2016
Rubrik: Chronik, Seite 62
von
Beginnen wir mit dem Logo. «D’haus» bezieht sich auf das Kürzel, das gelegentlich benutzt wird, um die Landeshauptstadt «D’dorf» auf kompaktes Format zu stutzen (Köln derart kleiner zu kriegen, funktioniert nicht). Ist es eine Geste der Selbstbescheidung? Annäherungsversuch an das umliegende «Dorf»? Oder reagiert das Label ironisch-bitter auf die für das...
Daten
Aachen, Grenzlandtheater
15. Clark und Goodall, Love Story
R. Ulrich Wiggers
Aachen, Theater
2. Greig, Die Ereignisse
R. Ludger Engels
Baden-Baden, Theater
18. Murray-Smith, Switzerland
R. Odette Bereska
Bamberg,
E.T.A.-Hoffmann-Theater
31. Labiche, Das Sparschwein
R. Ronny Jakubaschk
Basel, Theater
10. Tschechow, Drei Schwestern
R. Simon Stone
Berlin...
Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hinterlässt eine Spur des Entsetzens unter amerikanischen Künstlern und Intellektuellen – eine Reportage.
Ruth Reinecke spielt seit 1979 am Berliner Maxim Gorki Theater. Sie war in Volker Brauns legendärer «Übergangsgesellschaft» dabei, hat ein halbes Dutzend Intendanten er- und überlebt – und viel zu erzählen: ein...
