Kleine Schiebungen im Sinn
Schreib aber hin, dass ich ein seriöser Autor bin», ermahnt mich Felicia Zeller am Ende unseres Gesprächs, laut lachend: «Schreib nicht hin, macht nur Witze und lacht, das kann ich nicht ausstehen. Oft ist ja das Niveau sehr niedrig, beim Journalisten. Da stehen dann so Sachen drin, welche Farbe die Brille hat und welche Witze ich mach, wenn denn der Witz verstanden wird. Neben den Witzen sag ich noch ganz viele andere Dinge, die dann untergehen, bei manchen Menschen, die dann behaupten, ich würde nie was Anständiges sagen. So ist es gar nicht. Das ist ein falsches Bild.
»
Aber was soll man denn bitte schreiben, wenn sie nun mal eine riesige, schreiend rote Brille auf der Nase trägt und in einem fort komische Dinge redet? Jedenfalls hat man viel gelacht nach einem Nachmittag mit Felicia Zeller, aber man weiß hinterher nicht unbedingt, worüber.
Ihre Brille ist jedenfalls keine Kostümbrille, das merkt man, wenn man sie sich kurz ausleiht und – zumindest linksäugig – in einen tiefen Schwindel stürzt. Dabei habe sie auch noch eine andere Brille, denn ein paar 14-jährige Jungs in Neukölln hätten ihr mit der roten Brille immer «geiles Gestell» nachgerufen, daraufhin habe sie sich noch ein ...
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Nächste Saison geht Jörg Pohl nach Hamburg. Weg von Zürich. Leider. Denn selten trifft man in einem Theater auf einen jungen Schauspieler wie ihn, von dem man bei der ersten Begegnung denkt: «Klar, hochbegabt», und bei der zweiten: «Hm, vielleicht sogar genial?», und bei der dritten: «Okay, zweifellos genial.» Einen, dem man gerne noch jahrelang zuschauen möchte,...
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Aus dem «urschleim» sei «doch immer was geworden», stellt Stamm fest, «vielleicht nich immer wunschprogramm alter, aber immer irgendwas […] n fleck leben im brustkorb». Die Sätze, die Dirk Laucke in «wir sind immer oben» denjenigen in den Mund legt, an denen der Wohlstand vorbeigezogen ist, sind so lebendig, dass sie zu atmen scheinen. Lauckes Sprache ist...
