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Nicola Bramkamp verlässt das Schauspiel Bonn, dem eine ungewisse Zukunft droht

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Stadttheater machen heißt, das Theater von der Stadt her denken. Politik ist der Bereich, in dem die Stadt sich selbst organisiert und entscheidet, was ihr wichtig ist. Wenn die Politik sich die Stadt ohne Theater denkt, hat das Theater keine Chance. Dann muss das Theater sich selbst wegdenken.

Die Stadt

Nicola Bramkamp beendet nach fünf Jahren ihre Leitung des Schauspiels Bonn mit Ende dieser Spielzeit. Viel konsequenter als ihre Vorgänger Klaus Weise und Manfred Beilharz hat sie das Theater von der Stadt her gedacht.

Ein großer Teil ihrer Spielplanentscheidungen zielten auf einen Bezug zur Stadt: In der letzten Spielzeit war es ein Stich ins größte alle Bonner Wespennester – «Bonnopoly» (inszeniert von Volker Lösch) über den Skandal des World Conference Centers WCCB, bei dem die Stadt Bonn einem betrügerischen Investor aufgesessen war und nun Hunderte Millionen Schulden übernehmen muss. Alles, was man sich für die Veranke­rung eines Theaters in der Stadt wünschen kann: Zielgruppentheater, Mitmachtheater, lokalisiertes Literaturtheater, lokalpolitisches Recherchetheater. Nicht allen in der Lokalpolitik gefiel das.

Das Zerwürfnis zwischen Stadtpolitik und Schauspieltheater hat ...

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Theater heute August/September 2018
Rubrik: Bilanz Bonn, Seite 59
von Gerhard Preußer

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