Geist, Geld und Gagen

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Die Steuerquellen sprudeln wieder, und der Finanzminister ist kein armer Mann mehr. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, im Kulturbereich wieder umzusteuern. Nach über zehn Jahren des Sparens, Konsolidierens, Deckelns und Effizienzsteigerns besteht an den Öffentlichen Bühnen mehr als Nachholbedarf.

Eine Reportage von Franz Wille über das Quotendenken an den Theatern zeigt, wie sehr die Zahlen inzwischen die künstlerischen Entscheidungen bestimmen.

Welche Strategien entwickeln die Theaterleiter, den wachsenden Auslastungs-Ansprüchen standzuhalten?

Im Gespräch mit dem Verwaltungsdirektor des Berliner Gorki Theaters wird deutlich, dass die viel zitierten Sparpotenziale von Outsourcing bis Semi-Stagione keine ernstzunehmenden Alternativen sind.

Der Gagenreport von Peter Laudenbach gibt Aufschluss, wer wo was verdient: Auch an den großen Metropolen-Bühnen werden längst keine Traumgehälter mehr bezahlt; an den kleinen und mittleren Häusern sind die Einkommensverhältnisse selbst festangestellter Künstler trotz jährlicher Kündbarkeit und extremer Belastung oft prekär. 

Dabei ist das Kulturangebot einer Stadt ein zentraler Standortfaktor, so der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz ...

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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Geist, Geld und Gagen, Seite 4
von

Vergriffen
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Etwas fehlt

Das Stück endet in der Katastrophe: Der Vater stirbt, die Ehefrau wird wegen Missbrauchs eines Minderjährigen verurteilt, weitere Beziehungen sind zerstört oder ihr Aufkommen wird im Keim erstickt. Oder es schließt mit Happy End: Denn der angeblich missbrauchte Junge und die Tochter beginnen eine Beziehung – die die Fehler der Eltern vielleicht vermeidet ....

Blut, Finsternis und die anderen Plagen

Auf der dänischen Insel Hven kann man eines der ältesten europäischen Observatorien besichtigen. Dort hatte der dänische Astronom Tycho Brahe (1546–1601) mit großzügiger finanzieller Unterstützung seines Königs über zwei Jahrzehnt astronomische Beobachtungen durchgeführt und mit seiner systematischen Himmelsforschung den Grundstein für das heliozentrische Weltbild...

Archivarin des Todes

Absurd natürlich, von einem Stück zu erzählen von dem es bislang nur den Plot gibt und den Stückbeginn: «frau bosch,/ die ware,/wäre da/Sollen wir,/damit/ums Haus,/zum Keller,/in den Wäscheraum,/stellt doch hier ab, was ihr habt, in den Schatten, unters Dach, auf den Fußabstreifer, wo es trockenbleibt./Fang,/am,/An,/fang,/fang, /fang,an.» Hier ist sie wieder, die...