Der Weg in den Unrechtsstaat
Nachdem Mark Hayhurst seinen BBC-Film über Robespierre und den Terror der Französischen Revolution beendet hatte, war er auf der Suche nach einem neuen historischen Stoff. Schon immer wollte er einen Film über Antifaschismus in Deutschland drehen. Martin Davidson, der BBC-Beauftragte für Geschichte, kam ihm zu Hilfe und machte ihn auf den Fall des Hans Litten und die Berichte der emigrierten Mutter Irmgard Litten aufmerksam. 1940 war in England ihr Buch «A Mother Fights Hitler» erschienen.
Schon wenig später wurde es in den USA unter dem Titel «Beyond Tears» und nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Deutschland unter dem Titel «Eine Mutter kämpft gegen Hitler» veröffentlicht.
Die Geschichte um den jungen deutschen Rechtsanwalt Hans Litten, der am 8. Mai 1931 im sogenannten Edenpalast-Prozess am Moabiter Schwurgericht Adolf Hitler in den Zeugenstand geladen hatte, um ihn wegen der gewaltverherrlichenden Hetzschriften der NSDAP zur Verantwortung zu ziehen, ließ Hayhurst nicht mehr los. Es entstand das Stück «Taken at Midnight», das am Chichester Festival Theatre 2014 uraufgeführt wurde und schließlich 2015 in London am Theatre Royal Haymarket zu sehen war. In einer verschachtelten ...
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Theater heute Jahrbuch 2016
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 161
von Horst Busch
Weil ein guter Freund nicht richtig weiter weiß mit seiner Schülerin, bat er mich, einen Blick auf sie zu werfen und sie wenn möglich zu übernehmen, was natürlich auf einer gewissen Gegenseitigkeit beruhen sollte, die zu überprüfen wäre …» Mit diesen Worten beginnt Anja Hillings neues Stück «Massiver Kuss». ER, der dort spricht, ist Auguste Rodin, berühmter...
Szene acht
Am nächsten Tag.
Derselbe Raum.
Bashir und Nick. An den Tischen. Nick erklärt. Bashir hört zu und reagiert. Computer
aufgeklappt vor ihm.
Nick Das Wichtigste am Geld ist, dass die Menschen es nicht gern verlieren, Bashir. Die Menschen, die Firmen, die Regierungen.
Also suchen sie immer nach einem sicheren Ort dafür. Siebzig Jahre lang war der sicherste...
Was keine Kunst ist, ist ja längst geklärt. Rolltreppe fahren ist keine Kunst. Wändegucken ist keine Kunst. In die Schirn gehen ist keine Kunst. So steht es, bunt auf Beton, seit 2003 groß im Frankfurter U-Bahn-Ausgang «Dom/Römer» an den Wänden, auf die guckt, wer die Rolltreppe hochfährt, um in die Schirn zu gehen. (Oder in den Frankfurter Kunstverein, ins MMK,...
