Am Anfang war der Glückskeks
Du bist unwiderstehlich und kannst jedes Spiel gewinnen.» Der Satz steht nicht nur in den Glückskeksen der überzeugten Singles Jana und Tom, was die beiden WG-Partner in Katharina Schmidts Zeitgeist-Stück «Maxi-Singles» zu einem geradezu irrwitzigen Wettstreit in Sachen One-Night- (besser: One-Hour-)Stands anstachelt. Der Satz schien bislang auch über der Karriere von Heidelbergs Intendant Peter Spuhler zu stehen.
Schließlich wurde der wegen enormen Erfolgs vom Landestheater Tübingen aus dem Vertrag heraus nach Heidelberg beordert und führte dort auch den eher behäbigen Zweieinhalb-Sparten-Dampfer (das Tanztheater ist mit Freiburg fusioniert) schon im ersten Jahr zu einem kräftigen Aufschwung.
Doch nun müssen er und sein Team eine echte Krise zum gewinnbaren Spiel drehen: Ende Oktober wurde die Hauptbühne kurzfristig komplett gesperrt. Gerade waren endlich Aktionen zur Finanzierung der dringend notwendigen Renovierungsarbeiten mit Kosten von wohl 40 Millionen Euro (weshalb sie seit Jahren aufgeschoben wurden) angelaufen, da fiel die Entscheidung, dass die Sicherheit im Haus nicht mehr gewährleistet sei. Nun ist die Hauptspielstätte möglicherweise auf Monate geschlossen. Die ersten ...
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Ich und Ich» – das Motto soll Einheit in der Vielfalt stiften. Amélie Niermeyers erste Spielzeit setzt auf Vielfalt – acht Premieren in den ersten zwei Monaten, und 20 weitere sollen folgen. Das Düsseldorfer Schauspielhaus als Monopolist des subventionierten Theaters in der Stadt habe die Verpflichtung zum Pluralismus, meint sie. Das stellt sie ganz in die...
Was unterscheidet eine gute von einer schlechten Geschichte? Zum Beispiel, dass die Figuren einem Rätsel aufgeben und Neugierde erwecken, die nicht gleich auf den ersten Blick sattsam gestillt ist. Da kann – um das aktuelle Kino made in Germany zu streifen – ein dicker Koch aus dem Schwarzwald spannender sein als eine in sündigroter Couture aufgetakelte Blondine...
Leise soll das Publikum sein, sich nicht mehr unterhalten, sobald es die große Halle im Zürcher Schiffbau betreten hat. Helfer an der Tür schleusen immer nur zwei oder drei Besucher gleichzeitig durch einen kleinen Zwischenraum ins Theater. Hinter den Pforten liegt, doppelt abgeschirmt, ein fremder, geheimnisvoller Ort, der seine Regeln zunächst nicht preisgibt....
