Neue Stücke · Aufführungen
Neue Stücke
Während am Berliner Gorki Theater Marianna Sasha Salzmann mit «Zucken» noch versucht, die düstere Gegenwart des Dschihadismus zu verstehen, inszeniert von Sebastian Nübling, finden sich im März sonst viele tiefschwarze Zukunftsvisionen.
An der Schaubühne entwickelt Angélica Liddell mit «Toter Hund in der chemischen Reinigung: Die Starken» eine europäische Dystopie, in Dresden reißt Ibrahim Amir mit «Homohalal» einer Schein-Idylle im Jahr 2037 die Maske herunter (Regie Laura Linnenbaum), und in Heidelberg entwirft David Giesel-mann in «Der blaue Würfel» eine «social science fiction», eine nicht gerade nette Komödie.
In Bielefeld sucht das Autorinnenkollektiv Henrike Iglesias in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nach den dringend nötigen «Heldinnen», und in Dortmund erklärt Mike Daisey den Mitverursacher aller Zukunftsängste «Trump», erweitert um die letzten News aus Washington. Da möchte man doch fast lieber nach Köln reisen, wo Julian Pörksen, inszeniert von Melanie Kretschmann, ein leidenschaftliches Plädoyer für die Regression hält: «Wir wollen Plankton sein!»
Aufführungen
Castorf. Macht. Faust. Das gesammelte kapitalismuskritische Patriarchenwissen, flankiert vom ...
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Theater heute März 2017
Rubrik: Daten, Seite 60
von
Franz Wille Ayad Akhtar, Ihre Stücke und Ihr Roman «American Dervish» – die Coming-of-Age-Geschichte eines wohlbehüteten pakistanischstämmigen Jungen im Milwaukee der 1980er Jahre – kreisen um kulturelle Identität. In einem amerikanischen Fernsehinterview haben Sie sich als einen «kulturellen Muslim» bezeichnet. Was ist das?
Ayad Akhtar Viele meiner jüdischen...
Nein, der Bühnen-Kurth, in letzter Zeit in Stuttgart etwa der weise Nathan oder der Handlungsreisende Willy Loman, ist untätowiert. Der Film-Peter ist es umso mehr. Sein massiger Körper ist eine große Spielfläche für Körpergrafiker, und Gezeichnete sind im Kino mittlerweile so etwas wie Peter Kurths Rollenprofil geworden. Wuchs ihm 2015 in «Die Kleinen und die...
Der Galgen ist ein Turngerät. Am dicken Strick, der an ihm hängt, lässt es sich wunderbar durch die Lüfte schaukeln. Am allerbesten versteht sich in dieser Inszenierung der «Komödie der Irrungen» der Kerkermeister darauf. Er ist in Gestalt von Merlin Sandmeyer ein spaßiger Gevatter Tod, ein stöckchendünner Zappelphilipp der Unterwelt, ein akrobatischer Komödiant...
