Arbeiterin für eine unzynische Welt

Zum Tod von Eva Johanna Heldrich

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Als ich Eva kurz vor Weihnachten das letzte Mal in der Klinik besucht habe, habe ich kurz nach Verlassen des Krankenzimmers den Impuls gespürt umzudrehen, zurückzugehen und mich zu bedanken. Ich habe diesen Impuls unterdrückt, weil er mir etwas kitschig erschien und, angesichts der zehrenden Krankheit, als ein falsches Signal.

Nun, wo es notwendig geworden ist, Abschied zu nehmen, möchte ich das nachholen, verspätet zwar, dafür aber vielleicht im Sinne, im Namen anderer junger Thea­terleute: Sabine Kohlstedt, Marcel Luxinger, Vivien Mahler, Patrick Wengenroth, Adelheid Walther, Christian Holtzhauer, Barbara-David Brüesch, Rainer Frank, Ans Brockfeldt, Gesine Danckwart, Christiane Pohle, Marcel Klett, Claudia Wiedemer, Stefan Düe, Sebas­tian Weber, Simone Blattner, Stephan Thiel, Victor Calero, Anne Retzlaff und noch viele mehr...


Liebe Eva!

Für mich bist du immer ein Vogel gewesen – in vielen Hinsichten und liebevoll gemeint. Du warst immer zart, dann immer zarter. Aber auch zäh, ein Zugvogel. Ich denke an deine aufmerksamen Augen, das Zwinkern im unruhig sich wendenden Kopf, an etwas Verschmitztes, in der Art wie das Hüpfen der Finken, Spatzen und Meisen. Ich denke an dein ...

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Theater heute Februar 2007
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Friederike Heller

Vergriffen
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