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Auf dem Weg nach Dresden Franz Kafka gelesen: «Man fotografiert Dinge, um sie aus dem Sinn zu verscheuchen.» Wir knipsen, um nicht hinzusehen. Wir halten uns auf Reisen die touristischen Objekte vom Leib, indem wir sie «ab»-lichten. Wegblitzen. Man könnte mit dem gleichen Recht sagen: Tanzfotografie verscheucht das Erlebte. Tanzfotografie ersetzt die vergänglichen Vorgänge auf der Bühne gegen das Bild. Eben weil der Tanz fast nie zum Bild erstarrt. Weil Tanz das Gegenteil von Bild ist.
Die Palucca Schule Dresden. Eine neue Leitung. Mit einem neuen Konzept.
Werde von einem bellenden Mops-Hund empfangen. «Gret Palucca hatte auch einen», sagt sein Herrchen, der Pressesprecher Konrad Hirsch. Der Hund spricht für Kontinuität. Umso weniger muss der Pressesprecher sprechen. Er muss das neue Image verbreiten. In Zukunft mehr Klassik, weniger Moderne. Zehn Tage lang soll sich die Palucca Schule in einem großen Dresdner Einkaufszentrum darstellen. Sie geht an eine Öffentlichkeit, die ein bestimmtes Bild von Tanz hat. Bei den meisten wird dieses Image nicht durch Theaterbesuche verfertigt. Eher durch Jugenderinnerungen. Und durch die Tanzfotografie. Dieses diffuse Bild von Tanz muss die Schule ...
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Seine Ballette gehören zum Kernbestand der Klassik. Auch ihr Schöpfer ist schon mehrfach Gegenstand von Choreografien geworden, in denen die unausgelebte Homosexualität und der rätselhafte Tod des russischen Musikidols im Zentrum stehen. Am Pforzheimer Stadttheater stellt sich nun James Sutherland der Biografie von Tschaikowsky als «Ein Leben in Zerrissenheit»...
Henning Paar, scheidender Choreograf in Braunschweig, erhält ein unschönes Abschiedsgeschenk. Die Kooperation des Staatstheaters mit dem wichtigen Festival Tanztheater international wird gekündigt, weil die Intendanz Geld mit einer Grand-Prix-Parodie verdienen will. Braunschweigs Kulturdezernent Wolfgang Lacny hat im Schloss einen Ersatzraum für das renommierte...
Erst mal zuhören. Der Abend beginnt mit einer stillen Huldigung an den Meister des Jazz, den seine Verehrer «J. C.» nannten, wie den Christ. Dann erscheint Emanuel Gat. Steht im Wind der Zeit, im Sturm der Bläser.
Er fühlt. Alles. Er tanzt nicht zu John Coltrane, sondern er ist die Musik. Er krallt sich hinein in den Fluss der Rhythmen, bis in die intimen...
