Yegam zeigen «Break Out!»

Edinburgh

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Die fünf Strafgefangenen, die im Peacock Theatre vom Londoner Sadler’s Wells einen Tunnel graben, sind Tollpatsche per Definition und B-Boys per Profession. Die Mischung ist Slapstick à la Break und Martial Arts, das Stück heißt sinngemäß «Break Out! (aka Picnic)» – es ist die neuste Produktion der kreativen Köpfe, die mit «Jump» einen Welthit landeten: Seven Sense und die Yegam Theatre Company aus Seoul.

Sie sind wahnsinnig gut, die koreanischen B-Boys: leicht wie Pingpongbälle, wendig wie die Feldhasen auf der Flucht, geschmeidig wie nordafrikanische Straßenkatzen auf Balzgang. Und so sieht man ihnen auch eine schwache Nummer nach, bringen sie doch eine Breaknummer nach der anderen auf die Bühne. Wunderbar aber sind Szenen wie die Flucht durch das Labyrinth der Gräben mittels Puppen und in Puppenhausformat.

Spätestens dann, wenn die Ausbrecher nach dem Spital auch noch im Kloster landen, wünscht man sich nur gute Moves. Oder ein Bier. Denn die Geschichte ist obersimpel: Fünf Männer graben einen Tunnel und brechen aus dem Gefängnis aus, finden sich irgendwie auf der Flucht in einem Krankenhaus, dann in einer Kirche mitten unter Nonnen – und werden schließlich vom Schicksal ...

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Tanz August/September 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 85
von Lilo Weber

Vergriffen
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