Wish Eye Wood

Wie Daniela Kurz ihre Tänzer vom Ballett Nürnberg erst auf «Wishbone-Tour» und dann in den Wunschaugenwald führt. Über die Expedition von Volk zu Volk und dann zur Premiere

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Wir alle sind Wunschmaschinen. Lebenslang angetrieben von Sehnsüchten und Begierden. Mag man sich nur von einem bescheidenen Gelüst zum nächsten hangeln oder das ganze Leben von einer einzigen Vision beherrschen lassen – alles ist kon­taminiert von Wünschen. Auch von dem Wunsch, tanzen zu wollen. Wunschmaschine Tanz. Nicht im Sinn einer Jukebox, versteht sich, die auf Knopf­druck den gewünschten Titel abspielt, sondern weil Wünsche zum inneren Motor des Tanzens werden.


Sag mir, was du dir wünschst, und ich sag dir, wer du bist – so in etwa lässt sich der Impuls beschreiben, aus dem heraus die Nürnberger Ballettchefin Daniela Kurz ihr jüngstes Tanztheaterprojekt «Was ihr wollt» konzipiert hat: eine imaginäre Entdeckungsfahrt in die Wunschkammern der Seele einerseits und eine ganz reale Reise in vier verschiedene Länder auf der Suche nach den Wunschmustern der dort lebenden Bevölkerung.
Bemerkenswert an diesem Experiment ist zu­nächst der Weg dorthin, die aufwändige Recherche, die das Ensemble des Nürnberger Balletts im Vorfeld geleistet hat und über die vor jeder Aufführung die halbstündige Filmdokumen­­­ta­tion «Wishbone-Tour» von Gunda Wiesner und ­Daniela Kurz gezeigt wird. Statt ...

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Tanz Mai 2005
Rubrik: Premiere, Seite 8
von Silvia Stammen

Vergriffen
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