Was ist Vaganova-Technik?

– der Klassiker

Tanz - Logo

«Der Klassische Tanz ist keine Technik, er ist eine Kunstsprache, erfüllt von Inhalt und Seele» – der Ausspruch Agrippina Vaganovas mag verwundern angesichts dessen, wofür die russische Tänzerin und Ballettpädagogin berühmt geworden ist: ihre umfassende Darstellung des klassischen Bewegungskanons und ein bis ins Detail ausgearbeitetes Unterrichts-System. Dargelegt ist die Vaganova-Methode in ihrem Lehrwerk von 1934, «Grundlagen des Klassischen Tanzes» sowie in Vera S. Kostrowitzkajas «Schule des Klassischen Tanzes» (beide bei seemann-henschel.de).

Nach ihr benannt ist nicht nur die Ballettakademie in St. Petersburg, die das Ensemble des Mariinsky mit Nachwuchs versorgt. Vaganova steht auch für die einflussreichste Art, Klassischen Tanz zu vermitteln.
Dabei hatte seine Gründerin selbst nicht immer großen Erfolg auf der Bühne: Nach ihrer 1889 begonnenen Ausbildung an der kaiserlichen Ballettakademie in St. Petersburg wurde sie Ballerina am Mariinsky-Theater. Obwohl sie vielen Bewunderern als «Königin der Variationen» galt, beschrieb der Choreograf Marius Petipa in seinem Tagebuch ihre Auftritte als «entsetzlich». 1921 wandte sie sich nach einer «respektablen» Karriere als Tänzerin ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2009
Rubrik: Methoden, Seite 64
von Elisabeth Nehring

Vergriffen
Weitere Beiträge
Powerhaus

An der Creek Road, nördlich von Greenwich, wird gebaut. «Inspired by dance» ist auf den Bauschranken zu lesen. Auch so was gibt es: Ein Bauunternehmen wirbt für neue Wohnungen mit einer zeitgenössischen Tanzausbildungsstätte in der Nachbarschaft. Wir sind in Deptford, ehemals Sitz der königlichen Werft und heute ein Stadtteil Südostlondons, der nach dem Krieg...

Gewinner des Monats

Christian Rach verlautbarte in der Kulturbeilage des Hamburger Magazins Der Spiegel: «Für mich hat Kultur zwei Aufgaben; entweder den Finger in die Wunde zu legen oder eine Welt zu schaffen, in der man sich verlieren kann. Beiden Aufführungen, dem ‹Nussknacker› des Russischen Staatsballetts und der Pferdeshow ‹Apassionata›, gelingt genau das.»
Rach, 51, ist...

Maren Strack

Maren Strack
«Hotel Idyll»
Vor zwölf Jahren lernten sie sich kennen: die Flamenco-Tänzerin Maren Strack und der Geräuschemacher Max Bauer. Was gut passt: Flamenco macht eine Menge Geräusch. In ihrer ersten Performance «Ytong» zertanzte Maren Strack noch ganz allein den gleichnamigen weichen Stein zu weißer Asche. Dabei klackte sie rhythmisch mit der Zunge, ersetzte...