Was ist Body-Mind Centering?

Tanz - Logo

Body-Mind Centering, kurz: BMC, gilt nicht als Tanztechnik im eigentlichen Sinn. BMC ist ein Trademark und bezeichnet ein Studium, das auf Erfahrungen der amerikanischen Bewegungsforscherin Bonnie Bainbridge Cohen basiert. Sie entdeckte in ihrer Arbeit als Ergotherapeutin mit schwerbehinderten Kindern jene Prinzipien, die es dem Bewusstsein erlauben, den eigenen Körper als ein lebendiges und sich ständig veränderndes Feld neu zu entdecken – und damit sich selbst.


Bainbridge Cohen ist überzeugt davon, dass sich geistige und emotionale Zustände im ganzen Körper und in seinen Bewegungen ausdrücken. «Der Geist ist wie der Wind», schreibt sie 1993 in ihrem Buch «Sensing, Feeling, and Action» (bei contacteditions.ca), «und der Körper ist wie der Sand. Willst du wissen, wie der Wind weht, beobachte den Sand». So beobachtet sie Verbindungen zwischen kleinsten Bewegungen und der Bewegung des ganzen Körpers durch den Raum sowie die verschiedenen physiologischen Systeme: Zellen, Skelett, Muskeln, Organe, Drüsen, Nerven, Flüssigkeiten, Faszien, Fett, Haut, Atem, die fünf Sinne und die menschliche Stimme. Alle Systeme stehen miteinander in Verbindung und beeinflussen sich gegenseitig.
In jedem ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2009
Rubrik: Methode, Seite 66
von Elisabeth Nehring

Vergriffen
Weitere Beiträge
François Verret: «Do You Remember No I Don’t»

François Verret hat es nicht leicht, alle Erwartungen zu erfüllen, die er mit einem neuen Projekt wecken kann. Als einer, der zwischen den Kunstsparten nicht trennt, sondern sie vereint, musste er zur Premiere bei Montpellier Danse wieder einmal erleben, wie jeder zuerst bedient werden will. Da fanden die einen, sein «Do You Remember No I Don’t» sei doch gar kein...

Gonzalo Galguera: «Manon Lescaut»

Er habe Hochachtung vor Kenneth MacMillans Klassiker, glaube aber, dass heute andere Formen der tänzerischen Darstellung möglich seien. Sagt Gonzalo Galguera und verwendet in Magdeburg pikanterweise genau jenes Arrangement verschiedener Musiken von Jules Massenet aus Opern, Oratorien, Orchestersuiten, das Leighton Lucas 1974 für MacMillans Londoner Uraufführung...

Cocoondance: «Orlando – Scrapped»

Romantische Rittergestalten hatten es dem Renaissance-Dichter Ludovico Ariost sehr angetan. In seinem Epos «Orlando furioso» ersann er die Figur des Rasenden Roland, der aus Zuneigung zu einer chinesischen Prinzessin wahnsinnig wird. Um seinen liebeskranken Helden spann Ariost dabei zahllose Erzählstränge mit Figuren, die nach der Auflösung der mittelalterlichen...