until the lions
Er ist mächtig in Fahrt an diesem Morgen. Wie sich herausstellt, ist Akram Khan allerdings selbst der Urheber des Problems, das ihn gerade auf Trab hält. Dabei hat der Choreograf eigentlich schon genug damit zu tun, die Vorstellungsserie von «Until the Lions» in Londons Roundhouse durchzuziehen, zumal er mit auf der Bühne steht. Das Tanzhaus Sadler‘s Wells bespielt die Arena im Norden der Stadt, die schon Popgötter wie Patti Smith oder David Bowie beehrt haben, immer dann, wenn eine Inszenierung den Guckkas-ten sprengt.
Gewiss wird Khans Neukreation auch in der üblichen Theateroptik funktionieren und deshalb dem koproduzierenden Wolfsburger Festival «Movimentos» ein Glanzlicht aufsetzen. Trotzdem ist das Roundhouse-Ambiente der ideale Ort für Khans Adaption einer Episode des Mahabharata, des bekanntesten Epos Indiens. Für die Tragödie, die er samt seinen Mitstreitern – den Tänzerinnen Ching-Ying Chien und Christine Joy Ritter sowie den Musikern Sohini Alam, David Azurza, Yaron Engler und Vincenzo Lamagna – erzählt.
Echo einer Apokalypse
Eine riesige Baumscheibe, von feinen Furchen gedrittelt, die sich ihrerseits noch einmal verzweigen – ein Schauplatz also, der in sechs Teile ...
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Tanz April 2016
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Dorion Weickmann
ausstellung: affichomanie
Loïe Fuller, die Damentruppe von Mlle. Églantine, Marcelle Lender, La Goulue, May Milton und immer wieder Jane Avril – die Tänzerinnen, die Henri de Toulouse-Lautrec am Fin de siècle auf Plakate bannte, sind Legion. Schließlich verstand sich der Maler und Grafiker ganz besonders gut auf ein Metier, das zur Jahrhundertwende florierte,...
Seit 2002 bringt die «Rolex Mentor und Meisterschüler Initiative» international bekannte, renommierte Künstlerinnen und Künstler mit jungen Talenten zusammen. Das einjährige Programm zielt darauf, den Dialog zwischen Akteuren aus verschiedenen Generationen zu fördern und auch Kunstrichtungen miteinander zu vernetzen. Nach William Forsythe, Saburo Teshigawara, Anne...
im mai: pina bausch
Nicht nur die Bonner Bundeskunsthalle (siehe S. 4), auch das Bayerische
Staatsballett feiert Pina Bausch zum Auftakt seiner Festwochen. Mit «Die
Kinder von gestern, heute und morgen» (2002) legen die Bausch-Stiftung und
das Wuppertaler Tanztheater erstmals ein Werk der Choreografin in die Hände
einer anderen deutschen Kompanie – ein spannendes...
