transmedial...
Veränderungen beginnen meist im Verborgenen. Etwa weil sich einige der Bedingungen tief im Inneren eines Systems verschieben, die dieses zusammenhalten. Zunächst hat sich nur eine Spannung aufgebaut, die kaum messbar ist, mit der Zeit aber wachsende Unregelmäßigkeiten erzeugt. Retrospektiv wird festgestellt werden, dass sich die kleine Wirkung in eine kleine Ursache für eine unvorhersehbar gewesene Kettenreaktion verwandelt hat, an deren Ende die Wirklichkeit sich erstaunlich verändert hat.
Interessant ist nicht nur, die Bewegungen und Verläufe solcher Veränderungen zu beobachten, sondern auch herauszufinden, ob der Wandel nun real stattfindet oder nur in der Wahrnehmung. Wer denkt schon selbstverständlich daran, dass, wer sicher im bequemen Sessel sitzt, in Wirklichkeit mit atemberaubender Geschwindigkeit und in Spiralen durch das Weltall bewegt wird und dass auch der Boden unter dem Sitzfleisch ständig in Bewegung ist und dass das Sitzfleisch nach etwa sieben Jahren auch nicht mehr dasselbe ist, weil alle Körperzellen durch neue ersetzt sind?
Irren ist nicht Irrsinn
Tanz kann eine Schule der Wahrnehmung sein. Wer sich mit ihm beschäftigt, lernt nicht nur, in solchen Dynamiken zu ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: ideen, Seite 60
von Helmut Ploebst
Einen Film nachspielen, das tun Filme auch selbst, Theaterregisseure oft, Kinder sowieso. Dabei ist es ja eigentlich das Kino, das so tut, als spiele es echtes Leben nach. Da gibt es also schon ein lustiges Hin und Her. Dazu kommt das Nachdrehen von Kinofilmen oder einzelner Szenen mit Hobbymitteln, um dann zu behaupten, das sei eine neue, eben schwedische Version...
...nennt die australische Kompanie C!rca mit ihrem Choreografen Yaron Lifschitz den Körper. Aus der Akrobatik kommend, gehört die Kompanie seit 2006 zu den Revolutionären der Zirkusszene, weil sie als Mitautoren des cirque nouveau vor allem tänzerisch arbeitet und provoziert, dabei die Leistungsschau ablehnt und dafür auf Komik und Erotik setzt. Die ironischen...
«Ich übe, eine alte Frau zu sein»: Bonnie Bainbridge Cohen hat das so beschlossen und gefragt: «Wie kann Verletzlichkeit zu einer Kraft werden? Meist denken wir, Verletzlichkeit sei ein Problem. Aber wenn wir nicht verletzlich wären, verschlössen wir uns vor dem Leben.» Es fühlen zu können, das ist die Philosophie der Begründerin des Body-Mind Centering. Nun trifft...
