Testraum
Was macht ein ausgebildeter Tänzer, wenn er auf die Bühne will? Klein anfangen wie die meisten? Groß rauskommen wie die wenigsten? Oder sollen wir Igor Stomajer fragen? Der Slowene wollte immer schon auf die «große Bühne». Auf Russisch heißt sie «Bolshoi». Also ist er ab nach Moskau, durchs Kellerfenster rein in die gleichnamige Kultstätte – Kamera an, Handy an, Verbindung herstellen – und tausend Menschen sahen live an ihren Computern den Auftritt von Igor Stomajer auf dem Gipfel der Ballettkunst.
2002, als das russische Internet noch schlappe sieben Kilobyte pro Sekunde durchs Netz pumpte, war Igors Auftritt eine Sensation. Subversion gepaart mit damaliger Hightech – da hat niemand über seine leicht «bärige» Tanzkunst gemeckert.
Heute bildet Stomajer weiter: bei PACT Zollverein in Essen-Kaltenberg. Die Kernfrage dort heißt: Wie kommt man auf solche Ideen? Die zweite Frage: Wie erkläre ich meine Tat zur Kunst? Hier springt die Gattin von Igor Stomajer, Bojana Kunst, ein. Den Blitzauftritt zur Beförderung der Blitzkarriere von Igor Stomajer erklärt sie mit dem Wort «disconnect-ed intimacy». Tanz ist Nähe-Freiheit-Schönheit. Aber unsere Kommunikation, E-Mail-Fernsehen-Handy, hindert ...
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Monopoly
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