tanzforschung: original + revival

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Zwei Jahre dauert es in der Tanzforschung, um ein Symposium beim Festival «Tanz IN. Bern» 2008 in einen harten Einband zu übersetzen. Wie bei jedem Symposium, hier über «Geschichts-Schreibung im Tanz», also über die Rekonstruktionen klassischer Ballette (Cranko) und über die Re-Enactments moderner Tänze (Grete Wiesenthal, Dore Hoyer), gehört es sich einfach, mit angemessener Verspätung die Pluralität der Stimmen der Wissenschaft mit einer Buchbindung der Ewigkeit zu über­antworten.

Dabei könnte man die 17 Beiträge, die sich an «Partialität, Pluralität, Kontingenz und Diskontinuität» (Herausgeberin Christina Thurner im Vorwort) gegenseitig übertreffen, durchaus einem «Kollektivsingular» (Reinhart Koselleck) zuordnen, hätte man sich nur in den zwei Jahren der vielen unterbezahlten Hilfswissenschaftler bedient, um die immer gleichen Referenzkünstler wie Jérôme Bel, Martin Nachbar, Olga de Soto, Sasha Waltz in einem Personenregister am Ende so zu versammeln, dass der Leser selbst der Frage nachgehen könnte, ob irgendein Wissenschaftler überhaupt irgendeinen anderen Gedanken als die schon gedachten an diese großen Künstler verschwendet hat. Da der Band keine Entsprechung in ...

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Tanz August 2010
Rubrik: medien, Seite 84
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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