Tanz in den Ländern
Solange es kein Staatsziel «Kultur» gibt, braucht der Tanz trotz Tanzplan vor allem die Kommunen und die wiederum die Bundesländer. Die Unterschiede sind gewaltig: Wer den Tanz wirklich fördert, hat die besten Choreografen. Wer von ihm nur Quoten fordert, muss einsehen, dass das Bedürfnis nach Tanz trotzdem kontinuierlich steigt. Lesen Sie die Diagnosen der tanz-Korrespondenten in ihren Bundesländern
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Es blitzt immer ein leicht misstrauisch wirkender Schalk aus ihren Augen. Monika Gintersdorfer und ihr herzlicher, gern zurückhaltend wirkender Partner Knut Klaßen gewannen soeben den ersten George-Tabori-Preis des Fonds Darstellende Künste für freie Theaterarbeit. Vielleicht gewannen sie ihn auch deshalb, weil die beiden die freie Theaterarbeit ähnlich definieren,...
Mit 80 Tänzern und einem Budget von 7,5 Millionen Euro hat Vladimir Malakhovs Staatsballett soeben das Stammhaus Unter den Linden wegen Renovierung verlassen und bespielt neben der Deutschen Oper reihum auch das Schiller-Theater und die Komische Oper. Möglichst viele Häuser bespielt auch Sasha Waltz, durch eine seltene Mischfinanzierung: Sie hat beim Berliner...
Auf die etwa gleiche Zahl von Ballettensembles kamen bis zur Wende beide Länder: Neun gab es in Sachsen-Anhalt, von denen Bernburg, Eisleben, Köthen, Stendal und Wittenberg ihre Kompanien verloren. Von Thüringens acht Ensembles blieben die in Altenburg, Erfurt, Meiningen, Rudolstadt und Weimar auf der Strecke. Das Ballett in Erfurt und Weimar besaß einen guten Ruf,...
