tamas detrich
Kein einziges Fältchen, das schwarze Haar so voll wie immer – Tamas Detrich könnte nach wie vor als Erster Solist des Stuttgarter Balletts durchgehen, wäre da nicht vereinzeltes Grau an den Schläfen: kaum erkennbar für das Gegenüber. Zwei Tage zuvor ist der de-signierte Ballettintendant 56 geworden. Total entspannt sitzt er auf der Couch des abwesenden Chefs, bleibt auf keine Frage eine Antwort schuldig.
Ein Gespräch auf Deutsch, leicht eingefärbt ins Amerikanische – ganz so wie bei Reid Anderson, den er spätestens 2018/19 beerben wird: ein Nachfolger comme il faut, auch was das Sprachliche betrifft.
Tamas Detrich, was ist das für ein Gefühl, wieder im Rampenlicht zu stehen? Zuletzt waren Sie als Stellvertreter des Ballettintendanten ja eher hinter den Kulissen tätig. Vielleicht haben die Zuschauer diesen Eindruck gewinnen können. Ich hatte nie das Gefühl eines Rückzugs – mit all den Einstudierungen in der ganzen Welt, die mir anvertraut waren, und der Arbeit als Stellvertreter des Ballettintendanten. Aber Sie haben natürlich recht: Die Aufmerksamkeit hat nach meiner Ernennung zum Nachfolger von Reid Anderson geradezu explosive Ausmaße angenommen.
Wann sind Sie denn als Tänzer ...
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Tanz Oktober 2015
Rubrik: menschen, Seite 22
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