tänzer als models
Stephanie Pistel, warum brauchen Sie als Mode-Fotografin für Ihre Shoots ausgerechnet Tänzer von Het Nationale Ballet in Amsterdam?
Weil ich eine Vorliebe für Tänzer habe, weniger für Models. Models verlassen sich auf ihr Standardmenü von Posen und Looks. Tänzer verfügen über viel mehr Möglichkeiten, was Körper- und Gesichtsausdrücke angeht.
Wieso werden Tänzer dann so selten eingesetzt?
Keine Ahnung. Vielleicht habe ich da was angekurbelt, denn ich bekomme in letzter Zeit viele Tänzershoots.
Man kriegt von ihnen andere Bilder, auch andere Emotionen. Ich finde alles überzeugender, was Tänzer vor der Kamera machen, solange sie nicht zu theatral werden. Dann muss man Tänzer ein klein bisschen zurückpfeifen – aber das liegt an der Bühne, wo sie so extrem sein müssen. Das funktioniert im Studio nicht. Hier liegt der Witz im Detail, gerade im Detail einer Bewegung.
Die Tänzerposen auf Ihren Fotos sind deutlich extremer als die von Models.
Weil Models zur perfekten Foto-Pose neigen und Tänzer nichts davon wissen. Ich finde das Imperfekte viel spannender.
Wie kommunizieren Sie Wünsche?
Tänzer haben ja eine etwas andere Sprache als Models. Richtig. Und ich arbeite viel mit dem ...
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Tanz Oktober 2013
Rubrik: praxis, Seite 72
von Arnd Wesemann
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