Szene Leipzig
«Kein Blick zurück, bitte.» Dirk Förster, künstlerischer Leiter des Lofft in Leipzig, mag keine Rückschau. Dabei ist er seit zwanzig Jahren dem Off-Theater verbunden. Er saß im Vorstand und Beirat des Vereins und übernahm 2011 die künstlerische Leitung. Seine langen Haare haben mit der Zeit die Farbe von sattem Schwarz zu ehrwürdigem Grau gewechselt, was vielleicht auch äußeren Umständen geschuldet ist. Über Jahre war die räumliche Situation des Hauses in der Schwebe. Der Mietvertrag lief immer nur für ein Jahr.
Die Ideen zu neuen Standorten wechselten so oft, dass Außenstehende bald den Überblick verloren und Förster unfreiwillig zum Planungsexperten für Theaterräume mutierte. Trotz allem stellten er und sein Team viel auf die Beine: Nationale und internationale Netzwerke, Kooperationen und Koproduktionen (etwa mit dem Pumpenhaus Münster) wurden entwickelt, Mixed-abled-Kompanien auf die Bühne gebracht, die Nachwuchsförderung ausgebaut. Dreimal gewannen Lofft-Produktionen den Leipziger Bewegungskunstpreis, von der lokalen Szene durchaus kritisch beäugt. Aber die hat nun gut Lachen, kriegt sie doch selbst 3,6 Millionen Euro mehr. Derweil wird das Lofft am 28. März neue Räume in der ...
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Tanz April 2019
Rubrik: Side Step, Seite 18
von Torben Ibs
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ist immer für eine Überraschung gut. In «A Swan Lake» (2014) schwamm das Ensemble des Norwegischen Nationalballetts in 6000 Litern Wasser, im «Mid-sommernattsdröm» (2015, nicht nach Shakespeare) stoben die Tänzerinnen und Tänzer des Königlich Schwedischen Balletts durch tonnenweise gemähtes Heu, in «Play» (2017) aalte sich das Pariser...
