svetlana zakharova

Die Welt ändert sich – nur das russische Ballett nicht. Die Erste Solistin des Moskauer Bolshoi über Erschöpfung, ihre Zeit in der Duma, Homophobie und Pussy Riot

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Svetlana Zakharova,
Sie sind mit dem berühmten Geiger Vadim Repin verheiratet – wie bekommen Sie Ballett, Musik und Familie unter einen Hut?
Darüber zerbrechen wir uns nicht den Kopf. Wir leben einfach und helfen uns gegenseitig, meine Mutter ist auch viel für uns da. Für mich ist dieses Leben sehr normal.

Stimmt es, dass Sie im Sommer 2010 eine Tournee mit der Begründung abgesagt haben, Sie hätten eine Hüftverletzung, in Wahrheit aber schwanger waren? Ja, das stimmt.

Als ich erfuhr, dass wir ein Kind kriegen, habe ich mich sofort entschieden zu pausieren. Ich war so müde nach all den Jahren, nun konnte ich mich endlich etwas ausruhen. Der Ballettdirektion des Bolshoi habe ich es erzählt und sie gebeten, von einer Verletzung zu sprechen, falls jemand auf der Pressekonferenz nach dem Grund meiner Absage fragt. Ich wollte nicht, dass irgendjemand diese Sache in den Medien ausbreitet.

So lange haben Sie sich aber gar nicht ausgeruht, sechs Monate nach der Geburt standen Sie bereits wieder auf der Bühne. Nein, schon nach drei. Aber da hatte ich insgesamt schon ein Jahr ausgesetzt. Einen Monat nach Annas Geburt begann ich mit dem Training, ich war schon wieder sehr dünn, nur die Muskeln ...

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Tanz Februar 2013
Rubrik: menschen, Seite 29
von Franziska Buhre

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