Susanne Linke

Susanne Linke hat ihre erste Monografie erhalten: mit großartigen Einblicken

Tanz - Logo

Susanne Linke ist wahnsinnig ehrlich und kein bisschen in sich selbst vernarrt. Dem Herausgeber ihrer großformatigen ersten Monografie Schritte verfolgen, Norbert Servos, legt sie in zahlreichen Sitzungen das Leben einer großen Lady des deutschen Tanzes aus. Man liest mit Respekt und in auf­steigender Linie ein freies Leben ohne Abschließendes und ahnbares Ende. Susanne Linke (© Bettina Stöss) ist für heutige Tänzer und Choreografen eine erste und letzte, weil grundehrliche Verbindungslinie zwischen Dore Hoyer und der Postmoderne.

Mit erstaunlicher Geradlinigkeit rekapituliert sie eine schwere Kindheit, die ihr aufgrund einer Meningitis verwehrte, richtig hören und damit sprechen lernen zu können. Tanz war zuerst Flucht und Freiheit, später auf Ein­ladung von Dore Hoyer das Mittel der Arbeit an sich selbst und zur Trans­zendenz «aus alltäglicher Not», wie Norbert Servos schreibt. Also notwendige, konzentrierte Kunst, Widerstand gegen sich selbst, ein Kampf, der heute die Bewunderung vor allem der Generation findet, die weit entfernt von «Tradition» aufwächst. Ihre Arbeit macht sie sogar in Tagebüchern transparent, die sie frei­mütig überließ. Nach Themen geordnet, versuchen sieben ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2006
Rubrik: Magazin, Seite 17
von Arnd Wesemann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Ein Ball, ein @: Ballett

Zur Fußball-WM 2002 gab’s Volksküche. Der Künstler Pfelder (der wirklich so heißt) servierte beim Spiel Argentinien gegen Russland Steak gegen Borscht. 160 Gäste seiner Künstlerküche wetteten auf den Sieger und den besten Koch. Jetzt sind die Deutschen Gastgeber der WM. Schon wird die Sache weniger kulinarisch. Über den volkstümlichen Fußball legt sich ein Programm...

Kreutzerkompani: «Elevator 2»

This is a new version of 2003’s Elevator. Kreutzerkompani’s staple elements of movement, live video and audio are used, and the basic set-up is the same. Kreutzerkompani have a firm command of the use of video and audio technologies for creating their unique aesthetic, which levels out the relationship between Eva-Cecilie Richardsen’s choreography, HC Gilje’s...

Marco Santi: «Spielregeln»

Die Schere aus «Marnie», auf rotem Samt gebettet. Das Messer aus «Psycho» unter Verschluss. An der Wand das Bild aus «Vertigo». Das Fernrohr, unvergessenes Utensil aus «Das Fenster zum Hof», am Treppenabsatz. Einen Abend lang funktioniert die Black Box des Osnabrücker emma-theaters fantastisch als Memorial Hall in Sachen Alfred Hitchcock, und Manuela Geisler hat...