Staatsballett Berlin
Hoffnung, das ist die Erwartung, dass etwas Positives eintreten wird. Insofern ist mein Hoffnungsträger das Staatsballett Berlin. Auch wenn die Zukunft hier wirklich erst noch beginnen muss. Aber das Staatsballett Berlin trägt jetzt, nach drögen Jahrzehnten, nach brutalen Einsparungen und der Fusionierung von vormals drei Ballettkompanien zu einer einzigen, nach der zehnjährigen Intendanz von Vladimir Malakhov (der das Ballett zwar rettete, aber mit dem es dann doch sehr mittelmäßig dahindümpelte) und nach der traurigen vierjährigen Intendanz von Nacho Duato endlich Zukunft in sich.
Sasha Waltz und Johannes Öhman übernehmen eine stabil funktionierende Truppe, die aber dringend ein neues Image und vor allem viel neue Tanzkunst braucht. Die beiden fangen sehr vorsichtig und sehr klassisch an in der neuen Saison (bzw. startet Öhman ja erst einmal allein, Sasha Waltz ist dieses Jahr noch mit dem 25-jährigen Jubiläum ihrer eigenen Kompanie Sasha Waltz & Guests beschäftigt).
Klassisch soll und muss das Berliner Staatsballett auch bleiben. Nur die großen Ensembles, von denen es ja nur sehr wenige gibt, können das klassische Erbe bewahren. Aber hallo? Es gibt so viel darüber hinaus. Die ...
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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 173
von Michaela Schlagenwerth
In meiner Muttersprache, dem Englischen, beschreiben die Begriffe homeland, mother country oder home town das, was im Deutschen mit «Heimat» ausgedrückt wird. Somit ist es erst einmal recht einfach für mich, London bzw. England als meine Heimat zu nennen. Schaue ich allerdings ein wenig genauer auf mein künstlerisches und privates Leben, erscheint mir mein...
Folgende Orte habe ich bislang als home bezeichnet: Peterborough, Annandale-on-Hudson, Manhattan, Frankfurt am Main, Paris, München, und Madrid. Die Liste der Orte, an denen ich mich vorübergehend zu Hause gefühlt habe, ist allerdings weitaus länger. Andererseits fehlen auf ihr zuweilen auch Orte, an denen ich wohnte – meine eigene Haut eingeschlossen.
Ich bin...
Ana Morales wurde in Barcelona geboren, tanzte schon als Kind, ging später aufs Konservatorium und wurde mit 16 Jahren für ein dreijähriges Stipendium der Compañía Andaluza de Danza auserwählt, in die sie später als Solistin zurückkehren sollte, um mit ihr die ganze Welt zu bereisen. 2009 wurde sie mit einem der wichtigsten Preise für Flamencotanz, dem «Premio...
