st. poelten: cherkaoui, shantala shivalingappa «play»

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Besser lässt sich der Eindruck nicht in Worte fassen: «Ihre Stimmen tanzen – und das Singen wird zu einer inneren, unsichtbaren Choreografie.» Arthur Nauzyciel hat als künstlerischer Berater die Entwicklung der gemeinsamen Arbeit von Sidi Larbi Cherkaoui und Shantala Shivalingappa begleitet, um das zu erfassen, was beide anfangs «Adam & Eve» nannten. Jetzt heißt es schlicht und einfach «Play»: ein einstündiges Stück, das «um den Begriff des Schauspiels» kreist, «des Rollenspiels im Theater – und um die Spiele, die Menschen spielen».



Cherkaoui und Shantala Shivalingappa spielen in der Tat. Zunächst als singende Harfenisten innerhalb eines kleinen Kammerensembles verkleidet, das Instrumente wie Darbuka, Santour, Bendir und Kodo-Trommeln um sich versammelt. Erst spät treten sie aus dem musikalischen Kontext heraus, um sich gegenseitig Paroli zu bieten: er wie gewohnt im dunklen Anzug, sie in einer grauen Hose, unter der alsbald ihre goldenen Sandaletten erkennbar werden. Mann kontra Frau, Westen versus Osten: Ein Schachmatt gibt es umso weniger, als der Tisch am Schluss zu rotieren beginnt und sich die Züge des Spiels vor den Augen der Zuschauer so zu verwirren scheinen, dass daraus ...

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Tanz Januar 2011
Rubrik: Kalender, Seite 43
von Hartmut Regitz

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