Spuren der Freiheit
Schritt für Schritt zu sich selbst. Stufe für Stufe in Richtung Selbstständigkeit. Wissen, was man mitteilen will, und dafür die richtige – choreografische oder verbale – Sprache einsetzen. Der Weg zum Ziel kann lang sein. Besonders lang ist er für Rihoko Sato, die bis heute als die weibliche Sphäre an der Seite von Saburo Teshigawara wahrgenommen wird. Neuerdings will sie auch als Choreografin wahrgenommen werden – und hat dafür im vergangenen Jahr ein gutes Fundament gelegt.
Zunächst mit dem Solo «Izumi», dann mit der Gastchoreografie «Traces» im Auftrag des Aterballetto in Reggio Emilia. Es ist ihr erstes Ensemblestück überhaupt und Teil eines abendfüllenden Programms, zu dem auch «Secus» von Ex-Batsheva-Chef Ohad Naharin und «cloud|materia» von Philippe Kratz gehört.
Rihoko Sato will sich also neu erfinden und den Schatten Teshigawaras abschütteln, obwohl sie weiterhin mit dem Meister in dessen Stücken auftritt. Wie stark hat sie sich seine Grammatik eingeprägt? Und wie streng sind deren Regeln? «Saburos Kunst beruht nicht auf einem Stil, sondern auf einer Methode», entgegnet sie, als wir uns anlässlich der Europapremiere von «Izumi» im japanischen Kulturinstitut von Paris ...
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Tanz Januar 2020
Rubrik: Menschen, Seite 31
von Thomas Hahn
Auditions
Ballett Mainfranken Theater Würzburg
Ballettdirektorin: Dominique Dumais
Solotänzer (w/m) für die Spielzeit 2020/21
Audition (nur auf Einladung): 3. Februar
Bewerbung an: ballettdirektion@mainfrankentheater.de
Fortbildungen
SNDO | Academy of Theatre and Dance, Amsterdam University of the Arts
Bachelor in Choreography
Auditions: 26–28 March 2020
www.sn...
Drei Abende lang hätte der «Tristan» dauern sollen. Doch John Cranko starb 1973, bevor er sein ambitioniertes Projekt in die Tat umsetzen konnte. Erhalten hat sich sein Konzeptpapier sowie eine Komposition von Hans Werner Henze aus dem Todesjahr des Choreografen, die das Thema vorbereiten sollte: «Tristan. Preludes für Klavier, Tonbänder und Orchester».
Wenn auch...
Daniel Proiettos «Rasa» ist nicht der erste Versuch, das 1877 uraufgeführte Ballett «La Bayadère» neu und zeitgenössisch auszudeuten – und so die koloniale Vorgeschichte und die exotistischen Fantasien herauszupräparieren, die Marius Petipas Original (und sämtliche Einstudierungen in seiner Nachfolge bis hin zu Alexei Ratmanskys Rekonstruktion beim Berliner...
