Shantala Shivalingappa
Shantala Shivalingappa ist überall. Bei ihrer Familie in Paris, in den Workshops ihres Meisters Vempati Chinna Satyam in Madras, im Sprechtheater bei Peter Brook, im Tanztheater der Pina Bausch und natürlich im Kuchipudi. Zu ihren Freunden gehören die Besten einer Künstlerszene, in der sich – von Wuppertal bis zum Indischen Ozean – die Kulturen mischen Bei Bartabas meisterte sie den Rücken der Pferde, und natürlich ist sie in indischem Gesang ausgebildet. Das traditionelle rhythmische System namens Tala ist ohnehin Grundlage des Kuchipudi.
Und wer es nicht beherrscht, braucht’s in Indien mit dem Tanzen gar nicht erst versuchen. Genug Können, um auf Künstlerwolke sieben den profaneren, weniger liebenswürdigen Schauspielen der Menschheit zu entschweben. Doch die Tänzerin liest Chomsky und englische Wirtschaftsmagazine. Ihr Bruder wurde Informatiker und schätzt den Tanz als Zuschauer. Da Shantala keiner Kompanie fest verbunden ist, scheint sie auch in ihrem Leben keinen geografischen Schwerpunkt zu setzen. Sodass sie nicht nur überall, sondern überall zugleich zu Hause ist.
Ihren Tanz lebt sie wie ihr Leben, mit klaren Zielen, aber völliger Freiheit. Das sieht, wenn sie Kuchipudi als ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Politische Körper bringt Yvonne Hardt für den Ausdruckstanz der Weimarer Zeit ins Spiel und leistet damit die fällige Erweiterung der Diskussion von Tanz und Politik über den Nationalsozialismus hinaus. Selbst Tänzerin, läuft ihre Analyse zu Politische Körper. Ausdruckstanz, Choreografien des Protests und die Arbeiterkulturbewegung in der Weimarer Republik entlang...
Sind die Nostalgiker? Futuristen? Nur eins sind sie sicher nicht: Ästhetiker. Weder äußere Schönheit erlauben sie dem Menschen, noch innere. Keine Eleganz der Körpersprache. Sondern wollen nur zeigen, wie kaputt die Träume und Beziehungen sind. Und darüber lachen. In «Le Salon» hüpfen sie vorwiegend auf den Kniescheiben. In «Le Jardin» waren sie zuvor noch damit...
Birgit Keil, die seit 1997 die Akademie des Tanzes (AdT) an der Mannheimer Musikhochschule leitet, sprüht vor Enthusiasmus. «Ich freue mich jeden Tag, dass ich hierher kommen darf». Die ehemalige Starsolistin des Stuttgarter Balletts tut alles, damit in der bereits 1762 als «Académie de Danse» gegründeten Schule eine Atmosphäre herrscht wie einst beim Stuttgarter...
