Screening 8/9/18
Ganz unbekannt sind die beiden hierzulande nicht: Nacho Duato war immerhin seit vier Jahren Intendant des Staatsballett Berlin. Ebenso lang tanzt Joseph Hernandez, seinem Namen zum Trotz ein waschechter Amerikaner aus Fort Knox, als Coryphée beim Dresdner SemperOper Ballett. Beide choreografieren. Beide sind dem Chorégraphe Directeur der Ballets de Monte-Carlo freundschaftlich verbunden. Jean-Christophe Maillot steht denn auch als Auftraggeber im Mittelpunkt der Dokumentation «Hotspot Monaco», die um 19.20h sozusagen als Bonusmaterial den beiden Balletten vorangestellt wird, die am 1.
September im Rahmen eines «Festspielsommers» ab 20.15 h auf 3sat zu sehen sind: «White Darkness», 2001 uraufgeführt als Requiem auf seine Schwester, hat -Duato zuletzt in Berlin vorgestellt. «The Lavender Follies» ist dagegen eine echte Kreation, die der noch junge Choreograf eigens für sein ehemaliges -Ensemble erarbeitet hat: eine Art «Liebesbrief an die Vorstellung», wie Hernandez selber sagt. Ihm hat er all die Kino- und Musical-Erfahrungen eingeschrieben, die ihm aus seiner Jugend noch erinnerlich sind: eine surreale Tour d’horizon, die viel Unterhaltsamkeit verspricht.
Ballett im Kino, www.bal ...
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Tanz August/September 2018
Rubrik: Kalender, Seite 56
von
Manchen Theatern ist das alles piepegal: ein Telefonton, vor der Vorstellung eingespielt, und die Sache hat sich. Dass dem mitnichten so ist, wird jeder bestätigen können, dem einmal ein Sitznachbar den Ballettbesuch verdorben hat – ganz einfach, weil er partout auch während der Vorstellung nicht vom Handy lassen wollte. Also müssen sich die Theater etwas einfallen...
Liebe Leser, ich kann schon jetzt das Gelächter hören, dass Euch beim Lesen dieser Zeilen überkommt. Ja, ich bin unsterblich geworden. So etwas passiert aber nur jemandem, der zum Mitglied der französischen Académie des Beaux-arts gewählt wird. Und genau das ist mir passiert. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob sich jemand etwas Konkretes dabei vorstellen...
«Slawisches Temperament» liegt ihnen im Blut, und der Bitte des Prager Ballettdirektors Filip Barankiewicz, wenigstens ein Musikstück eines slawischen Komponisten aufzugreifen, wollte sich keiner der drei Nachwuchs-choreografen verweigern: Ondrej Vinklát, Erster Solist des Nationaltheaters und im Nebenberuf Komponist, setzte sich mit einer «Dumka» von Antonín...
