Screening 12/18
Die Tanzschüler der Pariser Oper, fünf Jahre später
Für ein Tänzerleben sind fünf Jahre eine halbe Ewigkeit. Genau so lange ist es her, dass die Dokumentarfilmerin Françoise Marie «Die Tanzschüler der Pariser Oper» über ein Schuljahr hinweg begleitete. Jetzt hat sie die Kinder und Jugendlichen von damals noch einmal besucht und neuerlich eine fünfteilige Miniserie produziert. Und die liefert: Esprit, Enthusiasmus und Erkenntnis im Halbstundenformat.
Denn angekommen im Ensemble des Pariser Opernballetts, erweisen sich die Jungkünstler als nachdenkliche, ehrgeizige und kritische Zeitgenossen, die ihre Kunst lieben und zugleich um deren Achillesfersen wissen. So diskutieren sie offen und offensiv über das antiquierte Geschlechterbild der Ballettromantik – und zelebrieren dennoch inbrünstig den «Schwanensee» à la Nurejew. Lebendig und zugewandt wirken auch die Mentoren, die, wiewohl traditionstreu, mit den Schützlingen energisch nach vorne schauen. Besonders mitreißend mischt ein älterer Herr das Jungvolk auf: Wer Jiří Kyliáns ultramotorischen Auftritt im Ballettsaal verfolgt hat, der wird dem Choreografen nicht abkaufen, dass er im achten Lebensjahrzehnt angekommen ist. Unbedingt ...
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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Kalender, Seite 52
von
Reginaldo Oliveira, der beim Badischen Staatsballett unter den Fittichen von Birgit Keil sein choreografisches Talent erprobte, ist seit einem Jahr Ballettchef am Salzburger Landestheater – und macht seine Sache gut. Statt Ausstattungsschinken zu inszenieren, setzt er auf dramatische Stoffe in nüchtern gestalteten Bühnenräumen und legt sein Augenmerk darauf, das...
Von dieser 93-jährigen Tänzerin kann man das Atmen lernen. Die berühmte Tanztherapeutin und Gründerin der Düsseldorfer «Werkstatt» (heute Tanzhaus nrw) erzählt in ihrem jüngsten Brevier ihre bewegende Lebensgeschichte und wie der «stärkende» Atem ihr nach einer Hirnoperation geholfen hat zu genesen. Ihr Hauptaugenmerk legt die in China geborene Deutsche im...
Rudolf Nurejew
Einmal mehr steht er im Zentrum der Aufmerksamkeit, kriegt einen ganz großen Leinwand-Auftritt. Ralph Fiennes, seit «Schindlers Liste» ein Star auch hierzulande, verfilmt mit «The White Crow» das dramatische Leben des Tänzers, der im Westen sein Glück machte, aber keine Heimat mehr fand. Das Schicksal, das Gerhard Brunner fürs «tanz»-Jahrbuch 2018...
