Schwarz, schwul, swag
Längst ist er einer der Hauptakteure der gegenwärtigen (post-)modernen Tanzszene in New York. In Pittsburgh/Pennsylvania geboren und aufgewachsen, begann sich Kyle Abraham vor rund 13 Jahren mit auffallend sinnlicher und komplexer Bewegungssprache als Tänzer wie als Choreograf zu profilieren.
Kategorien wie männlich und weiblich lösten sich schon damals auf, wenn seine Schultern ins Rollen kamen, seine Gliedmaßen den Raum eroberten: In seiner Solo-Choreografie -«Inventing Pookie Jenkins» (2006) trug er einen knöchellangen weißen Tüllrock, der mit seinem nackten Oberkörper kontrastierte – und wirkte wie ein muskulöser Boxer, der es versteht, ein romantisches Tutu in zarteste Schwingungen zu versetzen. Dann der Clou des Solos: Zwischen schöpfenden Armbewegungen, kreisendem Becken und schraubenden Drehungen des Oberkörpers kniete er unvermittelt nieder, um dem «Sterbenden Schwan» seine Reverenz zu erweisen.
Abrahams erstaunliche Fusion von schroffem Straßenjargon, eminenter Musikalität und expansivem Ausdrucksgestus schlug ein – und legte den Grundstein für die Erfolge, die sich anschließen sollten. Seine Kompanie A.I.M – ehemals: Abraham.In.Motion – ist USA-weit gefragt, zu den ...
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Tanz Juli 2019
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Wendy Perron
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Gut Ding will Weile haben, auch in Dresden. Nach langem Tauziehen (tanz 8-9/17) hat sich Dresdens Stadtrat entschieden, die Liegenschaft Bautzner Straße 107 per Erbbaurechtsvertrag in die Hände des Vereins Villa Wigman für Tanz e.V. zu legen. Damit wird das Haus, in dem die Doyenne des Ausdruckstanzes, Mary Wigman, von 1920 bis 1942 ihre Schule unterhielt, wieder...
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