sammler

Lässt sich ein Tanzprojekt durch Crowdfunding finanzieren? Ein paar aktuelle Beispiele zeigen, dass es geht. Aber lohnt es sich?

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Am meisten Erfolg hat im World Wide Web immer genau das, was der Mensch schon aus der Offline-Welt kennt: Fahrkartenschalter, Buchhandlungen, Einkaufszentren. Das Crowdfunding entspräche im Straßenbild den Bettlern oder Geldsammlern gegen Tierversuche. Das kann nicht viel bringen, denkt man, auch wenn immer wieder Sagenhaftes zu hören ist: Ganze Kinofilme seien durch Kleinspenden im Netz finanziert worden, Weltreisen, Herzoperationen, journalistische Recherchen, die Entwicklung neuer Motorradhelme, die Rettung der Wale, die Ballettstunden sozial unterprivilegierter Kinder.

Crowdfunding, so charmant kann man auch übertreiben, sei schon jetzt «der Finanzierungsmotor der Welt». So zu lesen auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Nicht Betteln sei ihr Prinzip, versichert sie, sondern die freiwillige Zufuhr von Geldmitteln, die sonst sinnlos in der Zins- oder Dividendenmaschine vor sich hin wuchern.

Die Mikro-Gabe

Gerade Kreative, behaupten auch ähnliche Plattformen wie Kickstarter und Startnext, brauchen unbürokratische Hilfe. Das umso dringender, je mehr die Infrastrukturen für Künstler fehlen und die eigene Existenz im Dauerversuch ständig neu erfunden werden muss. Die These, dass ...

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Tanz Oktober 2014
Rubrik: praxis, Seite 68
von Arnd Wesemann

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