Richard Siegal
Was in München bislang immer mehr oder weniger danebenging – Künstler, die sich in der bayerischen Landeshauptstadt ansiedelten, auch zu halten –, scheint nun doch zu gelingen. Nach Stefan Dreher und Philip Bergmann kam zuletzt Richard Siegal in die Stadt. Im Gepäck hatte er seine langjährige Erfahrung als Forsythe-Tänzer, sein herausragendes Renommee und die Unterstützung durch seine Kollegen von The Bakery, einer Präsentations- und Produktionsplattform.
Ausgepackt hat Siegal auch seine selbst entwickelte, computergestützte Methode «If/Then», eine Aktions-Reaktions-Strategie, die der Künstler zum ersten Mal in einem Duett für zwei Tänzerinnen präsentierte, als «performing games in real time». Spielerisch dekliniert der Tänzer und Choreograf in seinen intermedialen Performances die Parameter der Bühne durch: Gesten, Tanz, Bewegung, Sound, Musik, bewegtes Bild, Sprache, Text. Klug und witzig, atmosphärisch eindrücklich und tänzerisch hoch virtuos sind seine Stücke wie «As if Stranger» und «Homo Ludens». Als choreographer in residence ist Siegal an der Muffathalle angedockt und erhält von der Stadt eine der beiden Optionsförderungen. In Workshops und Lectures stellt er seine Arbeit ...
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