reifeprüfung
Bis vor ein paar Jahren gab es, mal ganz grundsätzlich gesehen, zwei Sorten von Müttern: die Glucken und die Paradiesvögel. Mittlerweile sind die Business-Moms hinzugekommen, deren Aufkreuzen für den Tanz jedoch relativ folgenlos blieb. Denn die Escada-Amazonen lassen ihren Nachwuchs von Oma, Nanny oder Aupair zum Ballett chauffieren, und für sich selbst heuern sie einen Personal Trainer an, der ihnen zwar jede Menge Pilates, aber nur ausnahmsweise Pirouetten beibringt.
Das Heer der Supermarktkassiererinnen, Müllsortierinnen und Hartz-4- Empfängerinnen wiederum wartet, soweit es die E-Kultur betrifft, unverändert auf die Einlösung jenes Inklusionsversprechens, das die Politik gebetsmühlenartig ablegt. Weshalb ihre Kids mit kreativem Kindertanz, gar den höheren Weihen des Balletts, nur in den seltensten Fällen Bekanntschaft machen. Und die Väter? Hatten mit Spagat in der Regel noch nie viel am Hut.
Alle Macht dem Matriarchat
Die Mittelschicht-Mütter sind der Schlüssel zum Tanz. Genau das ist die Botschaft, die zwei Kinofilme dieser Tage unisono überbringen, auch wenn sie sonst nicht viel gemeinsam haben. «Die mit dem Bauch tanzen» und «First Position» handeln zwar jeweils von ...
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Tanz Juni 2013
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Dorion Weickmann
Das tanzhaus nrw in Düsseldorf ist ein Hort zeitgenössischer Tanzkunst. Das benachbarte Capitol-Theater ist eine Hochburg für Tanzspektakel à la «Rhythm of the Dance» und «Afrika! Afrika!». Erstmals machen die beiden gemeinsame Sache: als Gastgeber des 3. Tanzkongresses vom 6. bis zum 9. Juni. Es ist die aktuell größte Zusammenkunft von Tanzprofis in Deutschland.
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newcomer_________
a + b tanzbau
Wer A sagt, muss auch B sagen, zumindest bei der neuen Tanzkompanie, die sich in Berlin gegründet hat: A wie Appugliese, B wie Bilbao. «Zwischen Kaffee, Kuchen und Träumen», heißt es auf ihrem ersten Programmzettel, hätten sich die beiden gleichaltrigen Tänzer & Choreografen gefunden und mit A + B TANZBAU stante pede ein Duo...
In der Volksoper Wien läuft «Ein Sommernachtstraum» von Jorma Elo mit dem Wiener Staatsballett. Das mit dem Benois de la Danse ausgezeichnete Ballett kam 2010 in der Wiener Staatsoper zur Uraufführung. Auch die Kostümbildnerin hätte diesen Tanz-Oscar verdient gehabt: Sandra Woodall ließ sich von der Natur inspirieren, Moose, Flechten, Pilze, Schmetterlingsflügel...
