Rami Be’er: «60 Hz»
Josef Nadj, der Künstler als junger Mann. Es ist eine Weile her, dass er so ausgesehen hat. Inzwischen lohnt es sich, dem «bildermächtigen» Choreografen mit Hang zum Surrealen eine Retrospektive zu widmen. Das Leipziger Festival euroscene tut das vom 4. bis zum 9. November. Neben drei Stücken aus verschiedenen Schaffensperioden, «Woyzeck» (1994/96), das von ihm getanzte Solo «Journal d’un inconnu» (2002) und seine aktuelle Produktion von 2008 «Entracte», gibt es zwei seiner biografischen Dokumentarfilme zu sehen.
Parallel dazu läuft in der Galerie Irrgang die Ausstellung «Les corneilles» mit Nadjs Zeichnungen. Obwohl er nämlich seit den 1990ern eine feste Größe im internationalen Tanz ist, hat Nadj ursprünglich Kunst (und Musik) studiert, ist nicht nur Leiter des Centre chorégraphique national in Orléans, sondern auch Maler, Bildhauer und Fotograf © Lajos Somlosi, Vönöck
Rami Be’er
«60 Hz»
Rami Be’er, künstlerische Leiter der Kibbutz Contemporary Dance Company, macht alles selbst: Bühne, Kostüme, Licht. Er braucht die völlige Kontrolle über alles Visuelle. Sein neues Werk heißt «60 Hz», was die Frequenz eines besseren Fernsehgeräts bezeichnet, in seinem Fall aber auch nahelegt, dass ...
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